EPL liefert "fertige Wärme"

Die EPL versorgt unter anderem auch das City Center mit Wärme.Foto: M. Kahmann

Gesellschaft investiert mehr als eine Million Euro im Jahr

Langenhagen (ok). EPL: Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich die Energieprojektgesellschaft Langenhagen eine Tochter der Stadt und im Weiherfeld sowie in Godshorn, Teilen der Kernstadt und bald auch in Wiesenau für die Nahwärme zuständig. Immer wieder in der Diskussion ist dabei der so genannte Abnahmezwang, den es im Weiherfeld gibt, auf den die Käufer nach Auskunft von EPL-Geschäftsführer Manfred Schüle allerdings schon bei Vertragsabschluss hingewiesen werden. So ist es in der zentralen Nahwärmesatzung geregelt und nur so könne das Prinzip funktionieren. Gearbeitet wird mit so genannten Kraft-Wärme-Kopplungsprojekten, das heißt es werden sowohl Strom als auch Wärme gleichzeitig produziert. Seit der Gründung der EPL im Jahre 1994 sind insgesamt 14 Millionen Euro in diese "umweltfreundliche und effiziente" Technik investiert worden. Wird noch die Biogasanlage in Kaltenweide – an ihr ist die EPL mit 74 Prozent beteiligt – mit einbezogen, beträgt die Investitionssumme sogar mehr als 18 Millionen Euro im Jahr. Das entspricht einer Investitionsleistung von rund einer Million Euro im Jahr. Manfred Schüle: "Langenhagen steht damit an der Spitze der vergleichbaren Kommunen in der Region, wahrscheinlich sogar in ganz Niedersachsen." Was die Preisentwicklung angeht: Im Zeitraum von Oktober 2008 bis Oktober 2009 seien die Preise mehrmals gesenkt, danach zwei Jahre konstant gehalten worden. Mit dem gestiegenen Ölpreis stehen aber auch wieder Preiserhöhungen an. Schüle: "Es muss aber berücksichtigt werden, dass wir fertige Wärme und nicht nur Brennstoff liefern. Bei einem Kostenvergleich müssen deshalb Wirkungsgrad des Heizkessels und gegebenenfalls der Brennwertfaktor berücksichtigt werden."