EPL liefert Strom für "Wattbewerb"

Nehmen die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der neuen Sporthalle unter die Lupe: Klimaschutzmangerin Christine Pfülb (von links), EPL-Projektleiter Sönke Brünig, EPL-Prokurist Martin Schweins, Bürgermeister Mirko Heuer und EPL-Geschäftsführer Manfred Schüle. (Foto: O. Krebs)

Solaranlagen bei Feuerwehr und Sporthalle gehen ans Netz

Langenhagen (ok). Regenerativen Solarstrom liefern zwei neue Photovoltaik-Anlagen bei der Feuerwehr Engelbostel-Schulenburg und der neuen Sporthalle am Schulzentrum Langenhagen. Es sind die ersten Solar-Anlagen, die im Rahmen der aktuellen Photovoltaik-Anlage der Stadt Langenhagen in Kooperation mit der Energie-Projektgesellschaft Langenhagen realisiert wurden. Der lokale Energiedienstleister sucht derzeit gezielt große Dachflächen, um dort Solaranlagen zu betreiben. Damit will EPL den Klimaschutz in Langenhagen auch bei der Solarstrom-Erzeugung an die Spitze bringen. Die EPL ist mit ins Rennen gegangen., um die Erzeugungsleistung von PV-Anlagen innerhalb von zwei Jahren bei einem so genannten "Wattbewerb" zu verdoppeln. Start war im Februar mit einem Wert von 130 Wp/EW, aktuell liegt die Stadt bei einer Marke von 150. In Sachen klimaschonender Wärme liegt Langenhagen nach Auskunft des Bürgermeisters Mirko Heuer bereits auf einem Spitzenplatz. Aber: "Bei der Solarenergie haben wir noch ein großes Ausbau-Potenzial in der Stadt."
Die beiden neuen Solaranlagen von EPL leisten zusammen rund 200 Kilowatt (kW) und werden gut 180.000 Kilowattstunden (kWh) regenerativen Strom pro Jahr erzeugen. Davon wird ein Teil direkt vor Ort genutzt; die überwiegende Menge wird als Ökostrom ins örtliche Stromnetz eingespeist. Bei der Sporthalle mit rund 300 Modulen à 330 bis 350 Watt etwa im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln. Mehr als drei Prozent tragen die beiden EPL-Anlagen zur geplanten Verdopplung der Erzeugungsleistung bei. Die Stromproduktion entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 60 Privathaushalten. „Für die Begrenzung der Erderwärmung und den Klimaschutz ist es wichtig, dass wir alle möglichen Dachflächen für die Solarstrom-Erzeugung nutzen – beim Einfamilienhaus kann jeder einfach seinen Beitrag dazu leisten“, stellt Schüle fest. Doch diese beiden größeren Anlagen würden zeigen, dass sich PV-Anlagen auch gut bei Gewerbebetrieben und auf Industrie- und Verwaltungsgebäuden realisieren lassen. „Wir freuen uns daher über jedes Unternehmen, das Interesse hat, gemeinsam mit EPL die regenerative Stromerzeugung auszubauen“, hebt Schüle hervor. Bürgermeister Heuer ergänzt: „Diese beiden Projekte passen hervorragend in die aktuellen Klimaschutz-Pläne der Stadt Langenhagen. Der beschleunigte Ausbau der Solarenergie ist zum Erreichen der Klimaziele ein entscheidender Baustein.“ Der Neigungswinkel der Kollektoren liegt bei etwa fünf Grad, sodass sie gut gereinigt werden können. Das sei aber nur alle zwei bis drei jahre notwendig. Die Anlage erzeuge definitiv mehr Strom als gebraucht werde, aber der Bedarf des Hauses und die Produktion liefen zu unterschiedlichen Zeiten. Bei der Feuerwehr-Anlage läuft zusätzlich noch eine Wärmepumpen. Die nächsten Projekte für das Jahr 2022 sind an der Hermann-Löns-Schule auf einem Gründach und auf einer großen Fläche auf dem Dach der Wasserwelt. Projekte, die alle auf lange Sicht angelegt sind, bis sich die Kosten im sechsstelligen Bereich amortisieren. 
Mehr zur PV-Kampagne der EPL unter www.epl-energie.de/photovoltaik.