Er will die Politik mehr mitbestimmen

Will jetzt erst einmal 90 Tage lang in den Reihen der CDU zuhören: Domenic Veltrup. (Foto: O. Krebs)

Ratsherr Domenic Veltrup wechselt zum Jahresbeginn in die CDU

Langenhagen (ok). Er hat sich in weiser Voraussicht bei den meisten Abstimmungen in der jüngsten Ratssitzung am Montagabend enthalten, denn sein Wechsel stand schon fest (das ECHO berichtete). Am Dienstag wurde es dann offiziell: Domenic Veltrup, der nach der Kommunalwahl vor zwei Jahren das erste Mal in den Rat der Stadt Langenhagen und in den Kaltenweider Ortsrats eingezogen ist, wird die BBL verlassen und hat zum 1. Januar seine Mitgliedschaft in der CDU beantragt. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt und im Ortsrat haben schon signalisiert, dass sie ihn in ihren Reihen aufnehmen werden. Er sei mit seinem Engagement für die Stadt besonders aufgefallen. Über die Besetzung der Fachausschüsse werde im nächsten Jahr entschieden.  Seine Ämter als stellvertretender Kaltenweider Ortsbürgermeister und als stellvertretender Ratsvorsituzender behält Veltrup auch nach seinem Wechsel. Er sagt, dass sowohl private als auch politische Gründe zu dieser Entscheidung geführt hätten. Die BBL sei ein guter Einstieg in die Politik gewesen. Mittelfristig sieht er in einer größeren Fraktion bessere Möglichkeiten, die Politik in Langenhagen mitzubestimmen. „Von jeher unterstütze ich die CDU in Region, Land und Bund und möchte sie jetzt von innen heraus stärken“, sagt Veltrup. Von außen sei eben keine Veränderung möglich. Doch der 46-Jährige tritt keineswegs forsch auf, will die ersten 90 Tage erst einmal zuhören. Doch eins sei klar: Eine zerfaserte Parteienlandschaft funktioniere nicht; eine klare politische Linie fehle. Wichtig sei für ihn, inhaltlicher zu arbeiten; Protest liege dem als ausgleichend geltenden Charakter nicht so. Domenic Veltrup: „Ich möchte nicht den Finger in die Wunde legen, sondern zeigen, wo der Weg lang geht.“ Aber der Veltrup hat auch ein klares politisches Ziel für die nächste Kommnalwahl vor Augen: Die CDU soll die größte Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen stellen und – wenn nötig – zusammen mit einem Bündnispartner eine klare Mehrheit haben. Nur so seien bessere und klarere Entscheidungen zum Wohle der Stadt möglich.