Erreichbare Zahlen

Auf der Hand von Yvonne Sternberg (links) wird der Zahlenteufel für die Kinder lebendig. Er bringt alles durcheinander, was schon abgezählt ist.

Förderung für Kita-Kinder hilft Chancengleichheit

Langenhagen (gg). Als ganz unterschiedlich beschreiben die Erzieherinnen in der DRK-Kita Eentje-Rummert, Susanne Philipp und Yvonne Sternberg, die Kinder in den Gruppen. „Manche kennen Zahlen schon ganz genau, andere haben im Vorschulalter große Probleme, wenn sie von eins bis zehn zählen sollen. Diese breite Spanne ist nicht außergewöhnlich, das beobachten wir in jedem Jahr“, so ihre Auskunft. Da jedes Kind entsprechend seiner Möglichkeiten gefördert werden soll, nutzen sie das Projekt zur frühen mathematischen Bildung von Professor Gerhard Preiß aus Kirchzarten. Es ist eine Anleitung zum phantasievollen Spiel, Zahlen sollen als wertvolles und erreichbares Ziel erlebt werden und insbesondere als Mengenbezeichnung verstanden werden. Dafür werden die Ziffern eins bis fünf zu Hauptfiguren in der Geschichte des Zahlenlandes, die Kinder umsorgen Zahlenhäuser, müssen Mengen austauschen und Wegschritte gehen, alles wird gezählt. Lieder, Abzählreime und Rätsel fordern die Kinder, die schon besser mit Mengen umgehen können, andere bekommen durch wiederholtes Abzählen Routine. Im Zahlenland müssen die Kinder vor der Gruppe sprechen: „Was bringst du mir“, fragt das Zahlenhaus“ und die Antwort lautet beispielsweise „Ich komme hinein, weil ich drei blaue Knöpfe habe.“ Als wertvoll beschreiben die Erzieherinnen die Kombination von Sprachförderung und Hörverständnis, die das Projekt zusätzlich bringt. Das Zahlenland-Projekt ist in der DRK-Kita Eentje-Rummert neben der Verkehrserziehung und anderem ein Teil der Förderung für Kinder im Vorschulalter.