„Es fängt mit dem Bewusstsein an“

Tauschten sich vor dem Lauf aus: Katja Riemann (rechts) mit Claudia Berger und Timo Heiken. (Foto: O. Krebs)

Filmstar Katja Riemann beeindruckt vom Engagement der Schüler beim Unicef-Lauf

Langenhagen (ok). Sie setzt sich für Demokratie und Menschenrechte ein, engagiert sich schon seit 1999 für Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Die renommierte Schauspielerin Katja Riemann war beim 16. Unicef-Lauf der Stargast, der von den vielen Kindern und Jugendlichen frenetisch gefeiert wurde. Kräftig gejubelt wurde schon bei der Begrüßung vor dem Startschuss und später kamen viele der Schüler kaum zum Laufen, holten sich von Katja Riemann Autogramme oder machten mit ihr Selfies. Schulleiter Timo Heiken begrüßte Katja Riemann spaßeshalber als Kollegin, war die 54-Jährige im Kinofilm „Fack ju Göthe“ doch Leiterin der Goethe-Gesamtschule. Und Katja Riemann nahm sich richtig viel Zeit, ließ sich in Begleitung von Claudia Berger von Unicef Deutschland die Räume an der IGS Langenhagen zeigen und sprach mit den vielen Helferinnen und Helfer, die sich für das Projekt engagierten. Und die Beteiligung war enorm, nach ersten Schätzungen waren mehr als 2.000 Schüler dieses Mal bei herrlichem Spätsommerwetter am Start und gingen auf die jeweils zwei Kilometer lange Runde. Auch wieder mit von der Partie: Schulleiter Timo Heiken und viele andere Lehrer. „Das könnte ein neuer Teilnahmerekord sein“, hoffte Mitorganisator Rainer Lohse, der den Lauf 1992 in Langenhagen mit ins Leben gerufen hat und seit Jahren auf eine bewährte Helfercrew zurückgreifen kann. Allen voran seine Ehefrau Petra. Ein Event für den guten Zweck, das auch von der Logistik lebt. Und natürlich von den vielen Kuchenspenden der Eltern und dem Sponsoring der Firmen. Ein paar Zahlen: 180 Kilogramm Bananen, 200 Kilogramm Äpfel, 800 Brötchen und 160 Kisten Wasser – fast alles zum Nulltarif. Ein Aufwand, der Katja Riemann schlichtweg begeisterte. Die gebürtige Kirchweyherin steckt tief im Thema drin, macht sich auch für andere Menschenrechtsorganisationen stark. „Es fängt mit dem Bewusstsein und den Gedanken an“, sagt Katja Riemann, die sich als Botschafterin und Repräsentantin für die gute Sache sieht. Wichig sei es, Impulse zu setzen. So sei es beispielsweise in Afrika nicht unbedingt das allererste Ziel, Lesen und Schreiben beizubringen, sondern den Dialog zu fördern. Dann sei das Klassenziel durchaus schon erreicht. Unicef sei ein Mittler, der die lokalen Organisationen unterstützen und nicht nur auf eigene Projekte setzen müsse. So sollten zum Beispiel Bildungsprogramme kreiert werden. Katja Riemann: „Wir sind nicht diejenigen, die die Welt verändern; wir müssen den Schwächsten zur Seite stehen.“ Mit ihrem Einsatz hätten die Schüler ihr Klassenziel in jedem Fall erreicht.