„Es gibt ein Gefühl der Sicherheit“

Zeigen wie die Notfalldose funktioniert: Michaela Gerhartz, Koordinatorin des Hospizvereins, Susann Bräuer aus dem Vorstand des Hospizvereins, Manfred Meier vom Lions-Club Langenhagen, der Präsident des Lions-Club Bernd Vogel sowie Ingrid Kettner, stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins.

Lions-Club spendet100 Notfalldosen an den Hospizverein Langenhagen

Langenhagen (lo). Bereits seit April diesen Jahres verteilt der Lions-Club Langenhagen kostenlos die sogenannten Notfalldosen. Über eine Spende von 100 dieser Dosen kann sich jetzt auch der Hospizverein Langenhagen freuen. „Wir wollen die Notfalldosen zum einen an unsere Ehrenamtlichen weitergeben und zum anderen mit zu dem Patienten nehmen, um ihnen davon zu erzählen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins Ingrid Kettner bei der Übergabe der Dosen vergangenen Woche.
Gerade durch die Arbeit mit schwerkranken Menschen ist es dem Hospizverein wichtig, auf die Notfalldosen aufmerksam zu machen. Denn die insgesamt 35 Ehrenamtlichen wissen ganz genau wie wichtig es ist, dass im Notfall alles schnell gehen muss. Daher ist es von Vorteil, wichtige Informationen zur Person gleich zu wissen. Und genau dafür ist die Notfalldose da. „Immer häufiger leben Personen alleine. Durch die Dose ist es gewährleistet, dass die Helfer an Erstinformationen kommen“, erläuterte Bernd Vogel, Präsident des Lion-Clubs Langenhagen.
Die Ersthelfer werden durch einem Aufkleber an der Haustür sowie einem Aufkleber an der Kühlschranktür darauf hingewiesen, dass es eine Notfalldose gibt. Diese steht griffbereit im Kühlschrank. In dieser Dose befindet sich sodann ein Zettel, auf dem alle relevanten und notwendigen Informationen stehen. „Auf dem Hinweiszettel stehen unter anderem Ansprechpartner, Vorerkrankungen und wichtige Medikamente“, erläuterte Vogel.
Neben Erstinformationen kann sich Michaela Gerhartz, Koordinatorin des Hospizvereins, aber auch vorstellen, dass dort ein Hinweis auf eine eventuelle Patientenverfügung vermerkt wird. „Es gibt genug Felder, auf denen dies eingetragen werden kann“, versicherte Vogel. Doch er ergänzt: „Man darf sich aber nicht nur darauf verlassen. Es ist nur ein Hilfsmittel.“ Doch auch bei den Ärzten kommt die Idee der Notfalldose gut an. Bevor die Lions mit dem Verteilen der Dosen begonnen haben, hat sich Projektleiter Carsten Lambrich mit Ärzten zusammengesetzt und sich abgesichert. „Es gibt einfach ein Gefühl der Sicherheit“, ist sich auch Vogel sicher.
Und das die Notfalldose gut ankommt, hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt. „Unsere Erstauflage von 500 Dosen ist schon vergriffen“, sagte Manfred Meier vom Lions-Club. Doch die Lions können sich vorstellen, noch einmal eine solche Aktion zu starten. „Wir wussten ja am Anfang nicht wie es ankommt“, ergänzte Meier.
Wer sich selbst eine Notfalldose zulegen möchte, kann diese in der Apotheke oder im Internet erwerben.