Es müssen jetzt Laubbäume her

Auf der Fläche ist jetzt Tabula rasa gemacht worden. (Foto: O. Krebs)

Bebauungsplan „An der Trift“ sieht keine Nadelbäume als Schall- und Sichtschutz vor

Kaltenweide/Krähenwinkel (ok). Als das Abholzen losging, glaubte Detlef Klug seinen Ohren nicht zu trauen. Am Ende seiner Straße „An der Trift“, dem Übergang zum Kaltenweider Industriegebiet, wurden Bäume gefällt – genauer gesagt Nadelbäume. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Denn das ist nach Auskunft des zuständigen Abteilungsleiters im Rathaus, Helmut Büch, rechtens. Seine Mitarbeiter waren zu einem Ortstermin gerufen worden. Im Bebauungsplan 591 von 1992 ist eindeutig festgesetzt, dass hier standortgerechte und und landschaftstypische Laubgehölze wie etwa Eiche, Birke, Vogelbeere oder Hainbuche gepflanzt werden müssen. Die Frage ist jetzt, was zuerst da war: die Henne oder das Ei. Auf diesen Fall übertragen also der Bebauungsplan oder die Nadelbäume. Die mussten nach Aussage Helmut Büchs allerdings weg, seien biologisch-ökologisch nicht mehr so wertvoll gewesen. Die Baumfällaktion war also nicht verboten, zumal es in Langenhagen ja auch keine Baumschutzsatzung mehr gebe. Und was ist mit dem Sicht- und Schallschutz, der hier auf der Grenze zwischen Wohn- und Industriegebiet vorgesehen ist? Auf den müssten die betroffenen Nachbarn in der Übergangszeit des Wachstums wohl oder übel verzichten. Aber: „Ich gehe davon aus, dass wir ein Pflanzgebot festsetzen werden“, sagt Helmut Büch.