Es summt und brummt

Der Vorsitzende des Imkervereins Siegfried Neske erklärt und zeigt den Besuchern anhand einer gläsernen Wabe das Leben der Bienen.Foto: D. Lange

Imkerverein Langenhagen feiert den 150. Geburtstag

Langenhagen (dl). Es summt und brummt im Stadtpark. Der Imkerverein Langenhagen, der im Wasserturm sein Domizil hat, feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag und ist damit nach eigenen Angaben einer der ältesten Vereine in Langenhagen. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen datieren aus dem Jahr 1863 und bezeichnen das Gründungsjahr des Imkervereins Stadt Hannover und Umgebung. In seiner heutigen Form entstand der Verein schließlich im Jahr 1938. In Verbindung mit dem 26. Entdeckertag der Region präsentierte sich der Imkerverein am Sonntag mit seiner Arbeit den zahlreichen interessierten Besuchern. Die Mitglieder des Vereins ermöglichten ihnen an diesem Tag in vielen Gesprächen und Führungen anhand des Lehrbienenstands einen tiefen Einblick in die Arbeit der Bienen, ihre Lebensweise sowie deren Funktion in der Natur. Eine davon ist bekanntlich die Produktion von Nektar, aus dem der allseits beliebte Honig entsteht. Auch darüber erfuhren die Besucher sehr viel Wissenswertes, über die unterschiedlichen Sorten und deren vielfältige Erscheinungsformen in Farbe, Geschmack und Aussehen sowie nicht zuletzt über die Zusammenhänge von Preis und Qualität. „Wir sind ausgesprochen zufrieden mit dem heutigen Tag“, freut sich der Vorsitzende des Vereins, Siegfried Neske. „Es kamen nicht nur Langenhagener, sondern die meisten von ihnen aus der Region. Das zeigt, wie groß das Interesse vieler Leute an der Hobbyimkerei mit einem eigenen Bienenvolk inzwischen geworden ist. Man sieht das auch an unseren Mitgliederzahlen, die sich von 35 in den letzten fünf Jahren auf 70 erhöht haben. Wir sind mit unserem Lehrbienenstand zudem die Ausbildungsstätte für alle Hobby- und Jungimker, denen wir in unseren 4tägigen Lehrgängen das nötige Handwerkszeug für ihre Arbeit mitgeben. Außerdem bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre Waben bei uns zu schleudern, denn die meisten von ihnen produzieren lediglich kleinere Mengen an Honig. Bei Bedarf können die Imker im Bieneninstitut in Celle auch eine Honigsortenbestimmung vornehmen lassen, bei der sich feststellen lässt, von welchen Blüten der Nektar stammt. Wichtig für alle, die ausschließlich sortenreinen Honig vermarkten wollen. Bei uns können sich die Besucher heute einen Kerzenständer selbst drechseln und neben viele neuen Eindrücken und Informationen natürlich auch Honig und selbst gezogene Kerzen mit nach Hause nehmen“, sagt Neske.