„Es tut gut, auf das Licht zu schauen“

Weitergabe des Osterlichtes am Taufstein vor der Martinskirche: Pastor Rainer Müller-Jödicke (von links), Wolfgang und Gabriela Kasten, Jana, Mila Marie und Benjamin Buske und Diakon Merlin Langrehr. (Foto: A. Hesse)

Evangelische Gemeinden drehen gemeinsamen Osterfilm

Langenhagen. „Es tut gut, auf das Licht zu schauen – gerade wenn ich von Dunkelheit umgeben bin. Und sogar in dieser schwierigen Zeit gibt es ja vieles, was Mut macht und Kraft gibt.“ Diese wenigen Worte, gesprochen von Diakonin Beate Granobs in der Elisabethkirche, bringen die Botschaft des Filmprojektes auf den Punkt: Auch in der sich immer länger hinziehenden Zeit der Corona-Pandemie, die durch Angst, Verlust und Trauer geprägt ist, gibt es Lichtblicke. Da ist die Freude, dass Oma endlich geimpft wurde, dass die ersten Blümchen ihre Köpfe aus der Erde stecken und morgens beim Aufwachen schon die Vögel zwitschern …
Wie schon einmal in der Vorweihnachtszeit haben sich jetzt alle evangelischen Kirchengemeinden in Langenhagen zusammengetan, um den Film „Frohe Ostern! Die Osterbotschaft für Langenhagen“ zu drehen. Die Idee dazu entstand Anfang Februar, als klar wurde, dass die Infektionszahlen wieder steigen würden und die Befürchtung im Raum stand, Ostern nicht mit Gottesdiensten feiern zu können.
„Gemeinsam mit Regisseurin Patricia Harlos und Kameramann Tobias Reimer haben wir daher unseren Plan B entwickelt“, erzählt Pastorin Bettina Praßler-Kröncke aus der Elisabeth-Kirchengemeinde. Aus Plan B wurde ein Drehbuch, das aus der Finsternis ins Osterlicht führt, aus der Düsternis in die Freude über die Auferstehung. Gedreht wurden die verschiedenen Szenen in und vor den Langenhagener Kirchen; überall spielte dabei das Anzünden und Weitergeben des Osterlichtes eine Rolle.
Wer übernimmt welche Aufgabe, spricht welchen Text? Welches Glockengeläut wird aufgenommen? Welche Lieder? Und sind die Osterkerzen rechtzeitig da? Für all diese Fragen fand das Filmteam eine Lösung; lediglich das Wetter spielte nicht so recht mit. Starker Wind machte das Drehen am Osterfeuer vor der Emmauskirche fast unmöglich, sodass der Einstieg in den Film noch einmal umgeplant werden musste. Nach zwei Drehtagen waren schließlich alle Szenen auf dem Kamerachip.
Wichtig war allen Beteiligten das Einhalten der notwendigen Sicherheits- und Hygieneregeln: Alle Mitwirkenden wurden jeweils vor Beginn der Dreharbeiten auf das Corona-Virus getestet; außer in den Sprechszenen trug das Team Masken.
Ab dem 31. März ist der Film auf dem gemeinsamen YouTube-Kanal der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Langenhagen, auf deren Webseiten und auf www.kirche-burgwedel-langenhagen.de zu sehen.