Es war einfach tierisch

Allez hop! (Foto: D. Lange)
 
Auch mit von der Partie: drei französische Bulldoggen. (Foto: D. Lange)

Beim ersten Dog-Festival drehte sich alles rund um den Hund

Engelbostel (dl). Hier kamen Hunde und ihre Besitzer sicher voll auf ihre Kosten. Der Veranstalter, der Verein für deutsche Schäferhunde SV, Ortsgruppe Engelbostel hat in Kooperation mit dem Verein der Hundefreunde von 1902 Hannover zu seinem ersten Dog-Festival ein interessantes und kurzweiliges Programm auf die Beine gestellt. Die Rassehundvorstellungen vermittelten interessierten Besuchern, ob mit oder ohne Hund, Einblicke in die Vielfalt bekannter und weniger bekannter Hunderassen. Neben zahlreichen Verkaufs- und Informationsständen waren Vereine und Institutionen eingeladen, Ausschnitte aus ihrer Arbeit zu zeigen und damit einen Überblick zu geben, wie facettenreich die Einsatzmöglichkeiten bestimmter Hunderassen sind aufgrund ihrer natürlichen Anlagen und Fähigkeiten. „Der Hund kann mehr, als wir denken“, ist Veranstaltungsleiter und Vereinschef Tim Piccenini überzeugt. „Die Sinnesorgane der Hunde sind grandios, allein das prädestiniert sie für den Einsatz als Spür- und Rettungshund in unterschiedlichen Einsatzgebieten“. So wollen sowohl die Polizei als auch der Zoll auf ihre Diensthunde schon lange nicht mehr verzichten. Nach ihren Grundausbildungen werden die Hunde bei Eignung für weitere Aufgabenfelder spezialisiert und ausgebildet. So zum Beispiel, um Bargeld, Brandmittel, Drogen, Sprengstoffe und Waffen oder Tabak ausfindig zu machen. Ebenso sind sie mit ihrer guten Spürnase in der Lage, verschüttete und/oder verletzte Menschen, aber auch Leichen aufzuspüren. Das zweitägige Festival bot nicht nur eine Übersicht über die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten, sondern auch eine ganze Reihe aktueller Hundesportarten für Mensch und Tier. Beispielsweise im Turnierhundsport oder der Trendsportart Agility. Beide Sportarten fordern Mensch und Hund gleichermaßen, wovon sich die Besucher bei den Vorführungen ein Bild machen konnten. Aber auch Mitmachen war ausdrücklich erwünscht. Mit ihren Vierbeinern zusammen hatten sie im Anschluss an die Vorführungen die Möglichkeit, auf dem Parcours mit Hindernissen, Slalomstangen, Tunneln und Laufbrücken selbst aktiv zu werden. Ganz wichtig dabei ist, auch bei den jeweiligen Ausbildungen der Hunde, die Belohnung. Ein Hund, der arbeiten oder laufen soll, erwartet dafür auch eine Belohnung. In Form von Futter oder einem Leckerlie, verbunden mit mehr oder weniger ausgiebigen Streicheleinheiten. Hunde sind so, Belohnung und Motivation liegen eben dicht beieinander. Mit dem Einsatz bei Zoll, Polizei und Rettungsdiensten sind die Einsatzmöglichkeiten für Hunde noch längst nicht ausgeschöpft. Hunde können darüber hinaus als Therapie,-Begleit- und Assistenzhund sehr gut behinderte und kranke Menschen im Alltag untersützen. Sie eignen sich nach entsprechender Ausbildung als Assistenzhund für Menschen im Rollstuhl, aber auch als Warn- und Begleithund für Epilepsieerkrankungen, für Diabetiker und vermehrt als Hilfe für psychisch oder neurologisch Erkrankte. Dabei werden sie speziell auf die Belange der Betroffenen hin ausgebildet. Sie sind sogar in der Lage, etwaige Anfälle oder eine Unterzuckerung vor dessen Eintreten bei ihrem Menschen zu erspüren, ihn zu warnen oder ihm gar das Leben zu retten.