Es wird kräftig gebaggert und gebuddelt

Die Walsroder Straße wird zwischen Niedersachsenstraße und Bahnhofstraße saniert. (Foto: O. Krebs)
 
Erneuerung der Stadtparkallee – für knapp 130 Meter schlagen 800.000 Euro zu Buche. (Foto: O. Krebs)
 
Die Einbahnstraßenregelung an der Theodor-Heuss-Straße wird am 23. Juli aufgehoben. (Foto: O. Krebs)

Stadt Langenhagen investiert rund 1,3 Millionen Euro in drei Straßenbau-Projekte

Langenhagen (ok). Frei nach dem Motto „Es gibt viel zu tun, packen wir's an“: Die Stadt Langenhagen hat sich für die Zeit der Sommerferien und darüber hinaus drei große Straßenbauvorhaben auf die Fahnen geschrieben – chronologisch steigend, was den Umfang, die Dauer und vor allen Dingen die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger angeht. Aber der Reihe nach: Der Ausbau der Stadtparkallee als Zufahrt zum Klinikum der Region Hannover am Rohdehof beginnt am Montag, 6. Juli, und zieht sich in zwei Bauabschnitten bis zum November hin. Die Kommune nimmt insgesamt 800.000 Euro in die Hand. Das neue Entrée mit Bäumen und Ruhebänken soll den Eichenpark nach Aussage Anette Meckes, Leiterin der Abteilung Verkehr und Straßen bei der Stadtverwaltung, aufwerten. Außerdem sollen zwölf neue Parkplätze entstehen. Bäume werden künftig einen sechs Meter breiten Boulevard in der Straßenmitte säumen. Beiderseits gibt es neue Fahrbahnen, auf denen der Verkehr in das Gebiet entweder hinein- oder hinausfahren kann. Als Wendepunkt dient der ausgebaute Kreuzungsbereich mit der Straße Rhodehof. Weitere neu angepflanzte Bäume zu beiden Seiten der Fahrbahnen unterstreichen den Charakter der neuen Stadtparkallee. Die Arbeiten starten im Juli im südlichen Bereich. Auf dem dort derzeit vorhandenen Schotterstreifen wird unter anderem eine Entwässerungsanlage hergestellt, um die neue Fahrbahn anlegen zu können. Während dieses Bauabschnittes bleibt die alte Fahrbahn für den Verkehr frei. Beiderseits wird auf ganzer Länge ein Halteverbot eingerichtet. Die Zufahrten zum Rhodehof und dem im weiteren Verlauf südlichen gelegenen Teil der Stadtparkallee müssen gesperrt werden. Das Pflegezentrum sowie andere Anlieger nördlich der Stadtpark sind in diesem Zeitraum über den nördlichen Straßenabschnitt erreichbar.
Voraussichtlich im September wechselt die Baustelle in den nördlichen Bereich. Dort muss zunächst die alte Fahrbahndecke aufgebrochen werden, um anschließend einen neuen Untergrund errichten und den neuen Asphalt einbauen zu können. In dieser Zeit wird der Verkehr über die neue Fahrbahn geleitet. Es gilt bereits die Einbahnstraßen-Regelung in Richtung Stadtpark. Die Zufahrten Rohdehof und dem im weiteren Verlauf südlich gelegenen Teil der Stadtparkallee sind wieder frei; über sie gelangt der Verkehr zur Walsroder Straße. Gesperrt wird der hintere, nördliche Teil der Stadtparkallee. Der Autoverkehr kann dann um einen sechs Meter breiten Boulevard in der Straßenmitte herumfahren. Auf den rund 130 Metern werden 800.000 Euro verbaut, nicht zuletzt auch wegen einer neuen Entwässerungsanlage. Alter Asphalt werde abgefräst; der verwendete Teer von damals sei nach heutigen Richtlinien schadstoffbelastet, sagt Projektleiter Benjamin Salmen. Während der Arbeiten, die zwei Tage andauern, sollen die Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Volkshochschule, Altenzentrum und Klinikum bleiben aber erreichbar, insbesondere für die Rettungskräfte.
Während der Sommerferien saniert die Stadt nacheinander die Fahrbahnen in einem Abschnitt
der Walsroder Straße sowie in mehreren Teilen der Theodor-Heuss-Straße. Die Arbeiten sind für den Zeitraum vom 23. Juli bis 5. August geplant. Für vier Tage müssen sich die Anwohner und Geschäftsleute an der Walsroder Straße im Abschnitt zwischen Niedersachsenstraße und Bahnhofstraße auf Einschränkungen einstellen.
Von Donnerstag, 23. Juli, bis Sonntag, 26, Juli, wird die Walsroder Straße von nördlich der Niedersachsenstraße bis einschließlich Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Leibnizstraße gesperrt. Dort wird die von der Stadt beauftragte Firmazunächst die alte Fahrbahn abfräsen und über das Wochenende eine zehn Zentimeter hohe Asphaltschicht einbauen. Auf Grund des Umfangs der Deckenerneuerung kann in diesem Zeitraum auf der Straße nicht gefahren werden. Das gilt auch für den öffentlichen Nahverkehr. Von den Linien 122, 610, 611 und 692 werden alle Busse nach jetzigem Kenntnisstand die Baustelle über die Theodor-Heuss-Straße umfahren. Das bedeutet: Lediglich die Linie 470 fährt die Bushaltestellen an der Walsroder Straße an und weicht für die Baustelle über die Niedersachsenstraße und Hanseatenstraße aus. Die Bushaltestelle Langenhagen-Elisabethkirche wird vom 23. bis 26. Juli in die Niedersachsenstraße auf Höhe der Hermann-Löns-Schule verlegt. Auch für die Haltestelle Reuterdamm wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Lediglich die Haltestelle Bahnhofstraße wird nicht angefahren.
Der Zeitplan sei bewusst eng getaktet; die Arbeiten notwendig, weil der zunehmende Verkehr in 25 Jahren massive Spuren hinterlassen habe. Anette Mecke sei bewusst, dass Parkraum knapp sei und die Anlieger weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Kostenpunkt hier: 90.000 Euro.
Umfangreicher und damit langwieriger gestaltet sich die Fahrbahnsanierung in der Theodor-Heuss-Straße. Sie ist für den Zeitraum von Montag, 27. Juli, bis voraussichtlich Mittwoch, 5. August, geplant. Zum 23. Juli soll schon die Einbahnstraßenregelung, die bislang gilt, im Norden der Theodor-Heuss-Straße beendet sein. Zwischen Bothfelder Straße und Reuterdamm wird die Straße bis zum Ende der Arbeiten für den gesamten Durchgangsverkehr gesperrt. Um den Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Wohngebiete weitestgehend die Zufahrt zu ihren Häusern und Wohnungen zu ermöglichen, ist die Fahrbahnsanierung in drei Abschnitte unterteilt.
Die Baufirma wird zwischen Bothfelder Straße bis Konrad-Adenauer-Straße mit den Arbeiten beginnen. Sie wechselt anschließend in den Abschnitt Konrad-Adenauer-Straße und Einmündungsbereich „An der Neuen Bult“. Im letzten Schritt saniert sie die Fahrbahn nördlich
der Einfahrt Pferderennbahn und Reuterdamm – voraussichtlich von Donnerstag, 30. Juli, bis Montag, 3. August. Bewohner der „Neuen Bult“ können ihre Häuser im ersten Bauabschnitt noch erreichen, müssten aber Umwege in Kauf nehmen. Die Einmündung der Theodor-Heuss-Straße in die Bothfelder Straße bleibt vom 27. Juli bis 5. August gesperrt; die Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Hoppegartenring ist am 27. und 28. Juli nicht passierbar.
Wenn der letzte Abschnitt für wahrscheinlich fünf Tage gesperrt ist, können Sperberweg, Wietzegrund, Falkenweg, Habichtweg und Milanweg nicht angefahren werden. Die Anwohnerinnen und die Anwohner dieser Straßen informiert die Stadt in einem gesonderten Schreiben über die bevorstehenden Einschränkungen. Vorgesehen ist, jenen, die während der Sperrung auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, übergangsweise einen Stellplatz auf dem Parkplatz der Wasserwelt anzubieten. Über den konkreten Bauablauf in dem Abschnitt nördlich der Einfahrt Rennbahn und Reuterdamm informiert sie die Baufirma zu gegebener Zeit.
Die Zufahrt zur Wasserwelt ist die ganze Zeit möglich; es werden extra Schilder aufgestellt.
Rund 460.000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, insgesamt sind bei allen drei Projekten rund 650 Langenhagenerinnen und Langenhagener betroffen.
Die Stadt richtet eine telefonische Hotline unter (0511) 73 07-95 95 ein. Betroffene können sich auch per E-Mail an strassenbau@langenhagen.de wenden. Gleichzeitig informiert die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite www.langenhagen.de unter dem Stichwort der jeweiligen Straße.