Fachwerkträger prägen verschiedene Decken

In einer Höhe von gut elf Meter erstrecken sich die Fachwerkträger mit einer Spannweite von knapp 20 Metern über die Decke des Bereichs, in dem derzeit die Aula um Neubau des Gymnasiums Langenhagen entsteht.
 
Zahnbalken: Auf den Zahlbalken, die wie Scheiben einer Treppe mit zu groß geratenen Trittflächen anmuten, werden später die Stahlbetonsitzbänke der Tribüne montiert.

Gymnasium-Neubau: Fortschritt auf der Baustelle an der Theodor-Heuss-Straße

Langenhagen. Der Blick gen Decke lohnt sich bereits jetzt. In dem Bereich, in dem derzeit die Aula im Neubau für das Gymnasium Langenhagen entsteht, erstrecken sich in gut elf Meter Höhe fünf imposante Fachwerkträger. Jeder von ihnen ist aus mehreren Holzbalken zusammengesetzt und hat eine Spannweite von knapp 20 Metern. „Das ist eine aufwendige Sonderkonstruktion“, sagt Andreas Perl, Bauleiter auf der Baustelle an der Theodor-Heuss-Straße. „Die Geometrie, die dadurch entsteht, wie die einzelnen Balken zusammengesetzt sind, wird später das Bild der Aula prägen. Die Fachwerkträger bleiben sichtbar, auch nachdem wir die Decke mit einer Akustikverkleidung ausgestattet haben“, führt der Diplom-Ingenieur von der Ernst2 Architekten AG aus.
„Die fertige Deckenunterkonstruktion in der Aula ist für mich ein gutes Beispiel, wie viel derzeit auf der Gymnasium-Baustelle passiert und in was für einem Tempo“, sagt Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer. Geliefert wurden die vorgefertigten Fachwerkträger zur Baustelle Anfang vergangener Woche. Vier Werktage später war die Dachunterkonstruktion im Bereich der Aula fertiggestellt. Lediglich ein unter der Decke gespanntes Netz zeugte am Freitagmittag noch davon, dass die Arbeiten in diesem Teil als letztes abgeschlossen wurden. „Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, bis sich alle Holzträger gesetzt haben.“
Mittlerweile sind die Holzbauer in den Bereich der Sporthallen gewechselt. Dort wurden in der vergangenen Woche neun sogenannte Zahnbalken eingebaut. Die Betonfertigteile muten wie die Scheiben einer Treppe an, bei denen die Trittflächen viel zu groß geraten sind. Der Grund dafür: Auf ihnen werden später drei lange Stahlbetonsitzbänke der neuen Tribüne montiert.
„Holz und Beton – das sind die zwei zentralen Materialien, die wir bei unserem Hybridbau für das Gymnasium verwenden“, erläutert Hettwer. „Die Kombination der beiden Baustoffe wird seit einigen Jahren wieder vermehrt eingesetzt, da sie für Bauherren wichtige Vorteile bietet: Durch den hohen Vorfertigungsgrad können die angelieferten Teile vor Ort schneller zusammengebaut werden.“
Dass der Neubau stetig an Höhe gewinnt, wird auch beim Klassentrakt deutlich. Über dem Erdgeschoss, in dem sich unter anderem die Aula befinden wird, sind die vorderen Klassenhäuser A und B bis in die zweite Etage errichtet. An beiden sind die umlaufenden Laubengänge in den ersten Etagen bereits gut zu erkennen. Auf dieser Ebene werden die Schülerinnen und Schüler auf die große, 200 Meter lange Dachterrasse gelangen. Sie ist ebenfalls schon angelegt.
Wie die Klassenhäuser im Einzelnen gebaut werden, zeigt sich gut an den beiden anderen Klassenhäusern. Die Bewehrung für den Kern, in dem sich später die Sanitärräume befinden, ist im Klassenhaus C bereits in der zweiten Etage errichtet. Im Klassenhaus D werden in der zweiten Etage mithilfe von Schalungen die Wände mit Beton gegossen.
„In Teilen hat schon der Innenausbau begonnen. Rohre für Heizung und Sanitär werden verlegt. Im Trockenbau werden nichttragende Wände errichtet und im Erdgeschoss die ersten Fenster eingebaut“, berichtet Perl.
Eindrücke von dem täglichen Baufortschritt an der Theodor-Heuss-Straße liefern zwei Webcams. Ihre aktuellen Bilder können jederzeit unter www.langenhagen.de/neubau-gymnasium in der Rubrik „mehr zum Thema“ aufgerufen werden.