„FahrKulTour“ macht mobil

Landwirt Karl Bartels und Bäcker-Senior Werner Brandes erklärten den Teilnehmern der "FahrKulTour" den historischen Holzbackofen. (Foto: G. Gosewisch)

Pferdestärken-Projekt bringt Bürger auf das Rad

Langenhagen (gg). Es war ein Muttertags-Projekt unter der Regie von Pferdestärken Langenhagen: „FahrKulTour“ konnte man am vergangenen Sonntag auf einer Radstrecke durch die Ortsteile entdecken. Unter der Leitung von Regine von der Haar standen auf einem etwa 30 Kilometer langen Rundkurs elf Stationen für Teilnehmer bereit. Dort gab es einiges zu entdecken und zu genießen. Los ging es an der Elisabethkirche, weiter auf dem Baumpfad durch die Heestern, in das SPARC-Gebiet und die Wietzeaue, zum Poloplatz, nach Altenhorst, über den acht-Minuten-Weg am Moor entlang nach Kaltenweide, Engelbostel und zurück. Die an den Stationen angebotenen historischen oder naturkundlichen Führungen wurden hoch gelobt und rege nachgefragt. Ein Paradebeispiel für erlebbare Geschichte war die Station in Altenhorst mit dem Steinofenhaus auf dem Hof Bartels. Wie vor mehr als 300 Jahren wurde hier Brot gebacken und an die Radler kostenlos verteilt. Mit zwei Karren Brennholz hatte Bartels am Tag zuvor den Ofen auf Temperatur gebracht. Bei 400 °C wurden die Natur-Sauerteige aus der Fertigung der Bäckerei Brandes gebacken. „Wir haben Glück gehabt, dass wir etwas Brauchbares aus dem Ofen holen konnten“, sagten die Bäckerbrüder Frank und Bernd Brandes vor Ort. Zwar sei die Zusammenarbeit mit Bartels wunderbar gewesen, doch: „es bleibt nur ein kleines Zeitfenster, in dem die Temperatur des Ofens optimal ist.“ Da war Handwerkskunst und viel Gefühl gefragt, die Gäste haben es genossen. Das frische Brot, selbst zu bestreichen mit Butter aus der Privat-Molkerei Hemme aus Elze, war eine Köstlichkeit.
Durchweg begeistert waren die Teilnehmer der Tour über alle Angebote. Erleichterung bei Organisatorin Regine von der Haar, denn „so hat sich der Aufwand gelohnt“, sagt sie. Besonders auffallend war die heitere Ausflugsstimmung an den Stationen. „Ganz leicht und mit einer netten Heiterkeit sind Gespräche entstanden, so kann man Leute kennen lernen“, bestätigten die Teilnehmer. Kostenlos wurden Verkehrssicherheitswesten mit Pferdestärken-Logo verteilt, Fahrräder überprüft, die Handpläne mit der Routenführung boten eine gute Übersicht – Kleinigkeiten, die alles wie am Schnürchen laufen ließen. Sogar ein Bus-Shuttle stand bereit.
Die nächste „FahrKulTour“ findet am 16. September statt.