Familienfest am Pferdemarkt

Viel Platz bot der Hof am Pferdemarkt für das Familienfest. (Foto: D. Lange)

Programm war breit aufgestellt und kam gut an

Langenhagen (dl). Begonnen hatte alles mit einer großen Portion Frust über ständige Nörgeleien, wenn es um diverse Langenhagener Feste ging. Zu teuer, zu laut und überhaupt. Bis es Corinna Schulte-Mell, Inhaberin der Bar mellzz am Pferdemarkt, zu bunt wurde und sie kurzentschlossen über Facebook die Aktion „Organisier auch Du mit“ startete, um ein eigenes Fest auf die Beine zu stellen. Spontan meldeten sich rund 60 Leute, die mitmachen wollten. Dass die Bäume dabei nicht in den Himmel wachsen, wurde recht schnell deutlich, als es Ernst wurde mit der Organisation. Am Ende blieben noch acht freiwillige Helfer übrig, wobei der finanzielle Aspekt eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Der ursprünglich vorgesehen Veranstaltungsort auf dem Parkplatz des Godshorner Bades ließ sich auch nicht realisieren, sodass die Veranstalter schließlich auf den Pferdemarkt ausgewichen sind. Das Konzept mit Livemusik vom LKW, einer familienfreundlichen Preisgestaltung für Essen und Trinken, zahlreiche kostenlose Spielaktionen für Kinder mit Ausnahme der Laser-Tag Arena sowie gutes Wetter trugen ihren Teil zum Gelingen der auf privater Basis entstandenen Veranstaltung bei. Auch wenn auf Anhieb noch nicht alles so rund lief, wie es sollte. Nach anfänglicher Skepsis zeigte sich Schulte-Mell aber insgesamt zufrieden mit dem Verlauf: „Wie es jetzt aussieht, werden wir wohl das Fest auch im nächsten Jahr wieder durchführen wollen. Wir haben viele Besucher und das Konzept kommt bei den Familien offenbar gut an, wie man sieht. Nur mit Hilfe der Sponsoren war es überhaupt möglich, unser familienfreundliches Konzept in dieser Form auch zu verwirklichen.“ Ob es in diesem Zusammenhang allerdings eine gute Idee ist, einen Teil der auftretenden Künstler wie den Akkordeon-Club oder den Singkreis Langenhagen an den Kosten für die Werbung zu beteiligen, wenn diese schon ohne Gage auftreten, darf zumindest bezweifelt werden.