Fast 27.000 Euro Bargeld beim Zoll nicht angemeldet

2.700 Euro Sicherheitsleistung und ein Bußgeldverfahren

Langenhagen. Am Sonntagnachmittag wollte ein russischer Staatsbürger vom Airport Hannover nach Moskau reisen. Er hatte bereits die Pass- und Sicherheitskontrolle durchschritten, als ihn Zollbeamten nach mitgeführten Barmitteln fragten.
Der 43-Jährige gab daraufhin zu, dass er in seinem Bordgepäck Bargeld habe.
Bei der Kontrolle des Gepäcks stellten die Zöllner in einem Briefumschlag 10.800 Euro fest. Bei der weiteren Kontrolle entdeckten sie in der Jackentasche 7.500 Euro. Auch in der Hosentasche wurden die Zöllner fündig: 8.400 Euro wurden hier festgestellt.
Das bereits eingecheckte sonstige Reisegepäck ließen sie aus dem Flugzeug wieder ausladen und unterzogen es einer intensiven Kontrolle. Weitere Barmittel wurden dabei nicht gefunden.
Ein Bußgeldverfahren wegen Nichtanmeldung von Barmitteln war die Folge. In einer anschließenden Anhörung machte der 43-jährige keine Angaben zur Sache.
Für das Bußgeldverfahren wurde eine Sicherheit von 2.700 Euro erhoben.
Anschließend setzte der 43-Jährige seine Reise fort. Sein Flugzeug nach Moskau hat er allerdings nicht mehr erreicht.
Die weitere Sachbearbeitung übernimmt die Strafsachenstelle des Hauptzollamts Braunschweig.
Bei Reisen in Ländern außerhalb der EU (z.B. Russland) sind Barmittel ab einem Wert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anzumelden. Als Barmittel gelten Bargeld und Wertpapiere. Der Vordruck wird an allen deutschen Flughäfen von den Zollstellen bereitgehalten. Dazu sind spezielle Barmittelschalter eingerichtet worden. Im Flughafen Hannover befindet sich dieser Schalter im Abflugbereich im Terminal B.
Ein Verstoß gegen die Anmeldepflicht ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro geahndet werden kann.
Bargeld und Barmittelkontrollen dienen vor allem dazu, Geldwäsche zu bekämpfen und die Finanzierung von Terrorismus und organisierter Kriminalität zu verhindern.