Fast 3.000 Euro für Amputierte

Stehen für eine gemeinsame Sache ein: Detlef Sonnenberg (rechts) und Carsten Weber.Foto: O. Krebs

DAK-Gesundheit setzt sich für Selbsthilfegruppen ein

Langenhagen (ok). „Uns gibt es zwar, aber man sieht uns nicht“, bringt Detlef Sonnenberg, Geschäftsführer des Verbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputation aus der Wedemark, das Dilemma auf den Punkt. Jetzt gibt es für den Verband, der oft im Verborgenen agiert, eine Geldspritze in Höhe von 2.781 Euro von der DAK-Gesundheit in Langenhagen. Von der stattlichen Summe soll eine Selbsthilfegruppenleiterschulung zum Thema Recht- und Förderungsmöglichkeiten finanziert werden. Nach einer aktuellen Studie sehen 90 Prozent der Deutschen Selbsthilfegruppen dies als sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung an. „In unserem Gesundheitssystem ist der Erfahrungsaustausch untereinander sehr wichtig“, sagt Carsten Weber, Chef der DAK-Gesundheit in Langenhagen. „Für uns ist die Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe mehr als nur eine gesetzliche Aufgabe.“ Für viele sei es schwierig, verständnisvolle Ansprechpartner außerhalb der Familie zu finden und sich ernst genommen zu fühlen. Etwa drei Millionen Menschen haben sich bundesweit in rund 50.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen.