Feministische Praktiken machen auch Spaß

Spannende Hintergrundinformationen zur Ausstellung liefert Ursula Schöndeling. (Foto: G. Gosewisch)

21. Juli: Kunst-Ausstellung „Der feine Unterschied“

Langenhagen (gg). Nun ist ihr wieder ein Clou gelungen: Ursula Schöndeling, Leiterin des Kunstvereins Langenhagen, hat bedeutende Künstlerinnen für ihre Internationale Gruppenausstellung „Der feine Unterschied“ gewinnen können – beachtlich, angesichts des in Bezug auf die internationale Kunstszene relativ unbedeutenden Standorts Langenhagen.
Mit den Arbeiten von Kerstin Cmelka, Valie Export, Andrea Fraser, Margaret Harrison, Hella Gerlach, Simone Gilges, Sharon Hayes, Klara Lidén, Diane Nerwen, Martha Rosler und Jenni Tischer im Ausstellungsraum Walsroder Straße 91A und mit Arbeiten von Franziska Nast in der Kapelle im Eichenpark zeigt der Kunstverein nun Werke aus den vergangenen vier Jahrzehnten, die sonst in namhaften Kunsthallen und Museen europäischer Metropolen zu finden sind. „Arbeiten von Künstlerinnen, die schon in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zu Beginn der Frauenbewegung aktiv waren und Werke von Künstlerinnen, die in den 60er, 70er und 80er Jahren geboren wurden sind dabei. Über Generationsgrenzen hinweg eröffnet sich ein Dialog zwischen den Künstlerinnen“, erklärt die künstlerische Leiterin. Spannend kann der Betrachter und Besucher der Ausstellung die Entwicklung der feministischen Praktiken erleben, die jede Künstlerin für sich neu verortet. Was macht die „weibliche Darstellung“ aus? Das zeigt sich in Bildern der visuellen Massenkultur, in expliziten politischen Statements, in beiläufig erscheinenden Aktionen, in provokanten Inszenierungen und mehr, die es in der Ausstellung zu entdecken gilt. Nur so viel ist vorab verraten - mit Klischees kommt man nicht weit. Ursula Schöndeling lädt dazu ein, sich in der Ausstellung neuen Sichtweisen zu öffnen, denn das könne sehr viel Spaß machen. Und: „Nicht alles, was leicht verständlich ist, ist gut“, so ihr Hinweis.
Die Ausstellung und das Vermittlungsprogramm des Kunstvereins werden ermöglicht durch die Förderung der Stiftung Niedersachsen, der Stiftung Kulturregion Hannover, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VGH Stiftung.
Die Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 21. Juli, um 15 Uhr in der Walsroder Straße 91A. Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr, Führungen jederzeit möglich nach Vereinbarung; weitere Informationen und Termine des Vermittlungsprogramms im Internet auf der Seite www.kunstverein-langenhagen.de.