Ferienbetreuung bleibt Problem

Informationsaustausch in der Grundschule Engelbostel: (von links) Felicitas Sommer, Waltraut Blank, Marco Rösler, Gudrun Mennecke, Marco Brunotte, Stefanie Haller und Elke Sparke-Hartus. (Foto: G. Gosewisch)

Marco Brunotte und Marco Rösler für offene Ganztagsschule

Engelbostel (gg). Steigende Schülerzahlen sind eine Herausforderung in Engelbostel. Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke erinnert sich noch gut an die vor zwei Jahren geführte Diskussion zur möglichen Schließung des Grundschulstandortes. „Das wäre ein großer Fehler gewesen“, sagt sie im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Marco Brunotte und dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion Marco Rösler in der Grundschule Engelbostel. Statt zu verharren setzt Schulleiterin Stefanie Haller nun ein Zeichen für Langenhagen, denn die Grundschule in Engelbostel wird die erste auf Langenhagener Gebiet sein, die als offene Ganztagsschule aufgestellt ist. „162 Schüler werden mit dem neuen Schuljahr unterrichtet. Eine Bedarfsabfrage hat ergeben, dass etwa 80 Schüler das Betreuungsangebot täglich bis 15 Uhr nutzen wollen“, so ihre Information. Das ist nach Stand der Planung für die Schüler kostenfrei. Im Etat hat Haller jährlich 18.270 Euro Landesmittel und 100.000 Euro von der Stadtverwaltung für die Deckung der Kosten. Die entstehen über die Beschäftigung der Betreuungskräfte. Mit vier pädagogischen Mitarbeitern rechnet Haller, Hilfskräfte kommen noch dazu. Bedenken bei Brunotte: „Wenn man das hochrechnet, ergeben sich enorme Summen für die Stadt Langenhagen. Theoretisch können acht Grundschulen umgewandelt werden.“ Ein Problem bleibt zur Zeit noch ungelöst: Die Betreuung in den Ferien ist nicht gewährleistet. „Offene Ganztagsschule funktioniert nur, wenn es ein ganzjähriges Angebot ist“, meint Brunotte.