Feuer im Chemieunterricht

Im wahrsten Sinne des Wortes mit Feuereifer dabei (von links): Jacob, Charlotte und Janis.Foto: D. Lange

Schüler des Gymnasiums stellen Kita-Kindern ihre Experimente vor

Langenhagen (dl). Die fünf- und sechsjährigen Kinder des Schulprojekts der Kita Eentje Rummert an der Leibnizstraße machten am Dienstag ganz große Augen bei ihrem Besuch im Gymnasium. Sie durften nämlich bei den Feuer-Experimenten, die die Schüler aus vierten Klassen der Grundschule und den Klassen 5 und 6 des Gymnasiums zusammen mit ihren Chemielehrern für sie vorbereitet hatten, nicht nur zuschauen, sondern sogar mitmachen. Die Idee, die Experimente den Kita-Kindern vorzuführen, ist im Frühjahr beim Tag der Talente im Gymnasium entstanden. Nachdem die Schüler sich mit den ersten Versuchen und experimentellen Arbeitsformen vertraut gemacht haben, luden sie und die Chemielehrer Norbert Goldenstein und Panagiotis Chatzianastassiou die Kinder der Kita zu einem spannenden und interessanten Nachmittag im Gymnasium ein. Auf dem Programm standen Versuche rund um das Thema Feuer. Die Schüler zeigten ihren kleinen staunenden Assistenten, wie man einen Brenner entzündet, wie nicht nur Spiritus und Papier, sondern auch Gase brennen und vor allem, wie man ein kleines Feuer schnell und entschlossen auch wieder löschen kann, bevor es Schaden anrichtet. Und weil zum Umgang mit offenem Feuer auch die Einhaltung besonderer Sicherheitsregeln gehört, bekam zu Beginn der Experimente jedes Kind eine Schutzbrille, die Haare der Mädchen wurden mit einem Gummiband zusammengebunden und die Ärmel aufgekrempelt.
Das Highlight des Nachmittags im Gymnasium war für die Kinder ein Feuerexperiment der ganz besonderen Art auf dem Sportplatz, nämlich der Start einer richtigen Rakete. Keine, wie man sie von Silvester her kennt, sondern eine wiederverwendbare. Sie kann nach dem Flug wieder mit Treibstoff versehen werden und erreicht eine Höhe von rund 30 Metern. Wenn der Treibstoff verbraucht ist, segelt sie an kleinen Fallschirmen wieder nach unten. Das Kind, das sie fangen konnte, brachte sie dann voll Stolz und wie eine Trophäe wieder zurück. Nach dem Beladen startete sie dann ein zweites Mal und wieder zählten alle Kinder, bis es soweit war, immer wieder lautstark den Countdown herunter. Für die Kitakinder, die ja nächstes Jahr in die Schule kommen, steht jedenfalls eins schon fest: So spannend kann Schule sein.