Feuer mit Schaum erstickt

Es war schon der zweite große Brand für die Langenhagener Feuerwehr in diesem Jahr. (Foto: C. Hasse)

Hubertusstraße: Lagerhallenkomplex brennt

Langenhagen. Um 6.40 Uhr war die Nacht am Sonnabendmorgen für mehr als 80 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Krähenwinkel, Kaltenweide sowie Langenhagen zu Ende. In der Hubertusstraße meldeten sowohl Anwohner als auch eine Polizeistreife eine Flammen- sowie Rauchentwicklung aus einem Lagerhallenkomplex. Der zuerst eintreffende stellvertretende Stadtbrandmeister Oliver Schütte bestätigte dies und erhöhte zugleich die Alarmstufe. Die Flammen schlugen bereits im hinteren Teil der Lagerhalle aus dem Dach.
Nachdem das Rolltor zum Firmengelände mit hydraulischem Gerät geöffnet wurde, setzte Einsatzleiter Kai Jüttner, Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel, sofort mehrere Trupps in einem Innenangriff sowie die Drehleiter zur Brandbekämpfung ein. Es wurden mehrere Leitungen von der Walsroder Straße, die zu Beginn der Einsatzmaßnahmen in Höhe des Getränkemarktes für gut eine Stunde voll gesperrt wurde, zur Wasserversorgung verlegt. Das Feuer breitete sich jedoch - unterstützt von dem aufkommenden Wind - zu schnell über das Dach in die Attika des direkt angrenzenden Bürogebäudes aus. Weitere Trupps gingen daraufhin über ein Treppenhaus zur Kontrolle in das Bürogebäude vor und bestätigten die Ausbreitung. Das Feuer war bereits in der Zwischendecke und es bestand Einsturzgefahr.
Die Einsatzleitung änderte die Taktik daraufhin, und der Innenangriff wurde abgebrochen. Über einen massiven Löschangriff von außen über mehrere C- und B-Rohre sowie das Wenderohr der Drehleiter wurde das nun durch das Dach ausbrechende Feuer heruntergekühlt sowie im weiteren Verlauf mit Hilfe von Schaum erstickt. Die Drehleiter musste hierzu auf der Rückseite des Gebäude in Stellung gebracht werden.
Während der Löscharbeiten rund um die Null-Grad-Temperaturgrenze sorgte ein Zug der Johanniter Unfallhilfe für warme Getränke sowie später für eine warme Mahlzeit. Auch die Anwohnern gaben warme Getränke als Dankeschön-Geste.
Nach gut fünf Stunden gab Jüttner die Meldung "Feuer unter Kontrolle" ab. Da sich hinter der Attika und Gebäudefassade teilweise noch Glutnester befanden, wurde ein Bagger vom Technischen Hilfswerk zur Einsatzstelle beordert, um gezielt Nachlöscharbeitennnen.in Angriff zu nehmen.
Für die Stadtfeuerwehr Langenhagen war dies der zweite größere Brand innerhalb eines Monats. Der Kriminaldauerdienst der Polizei war bereits frühzeitig vor Ort und nimmt nun nach Abschluss der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Ursache auf.