Feuerwehr braucht dringend Freiwillige

Lücke bei Einsätzen zu "normalen" Arbeitszeiten

Langenhagen. Ein Szenario. das sich vor Kurzem ereignet hat: Die Ortsfeuerwehr Schulenburg wurde zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Langenhagener Straße alarmiert. Aus einsatztaktischen Gründen wurde die Alarmierung nach kurzer Zeit von der Leitstelle automatisch höher eingestuft und somit weitere Ortswehren alarmiert. Diese konnten jedoch bereits auf der Anfahrt den Einsatz abbrechen, da es sich glücklicherweise lediglich um einen geschmolzenen Toaster auf der Herdplatte handelte. Es war ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Schulenburg im Einsatz mit insgesamt zehn Einsatzkräften sowie Polizei und Rettungsdienst. Warum findet dieser unspektakuläre Einsatz nun den Weg in die Zeitung? Ganz einfach: Der Brand-, Hilfe, und Katastrophenschutz in der Stadt Langenhagen und darüber hinaus in der Region Hannover wird lediglich von freiwilligen Kräften bewerkstelligt. Natürlich sind im Niedersächsischen Brandschutzgesetz Dinge wie Freistellung von der Arbeit geregelt, aber erstens arbeitet nicht jeder in seiner Ortschaft und zweitens kann sich vielleicht auch nicht jeder einfach so von der Arbeitsstätte entfernen. Insbesondere fehlen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Langenhagen Frauen und Männer, die im Schichtbetrieb tätig sind. Bei allem ehrenamtlichen Engagement fehlen zu den die Einsatzkräfte vor allen Dingen zu den „normalen“ Arbeitszeiten. Es gibt einige Möglichkeiten, die Ortsfeuerwehren zu unterstützen, die beste jedoch ist die aktive Unterstützung. In den jeweiligen Internetauftritten sowie an den Schaukästen der Ortsfeuerwehren können sich Interessierte über die Dienste informieren und werden jederzeit mit offenen Armen empfangen. Wer also Technik gegenüber aufgeschlossen ist, gern im Team arbeitet, zwischen 16 und 62 Jahre alt ist und ein wenig Zeit für die Allgemeinheit aufbringen möchte, ist genau richtig bei der Freiwilligen Feuerwehr.