Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Zimmereinrichtung im Vollbrand schnell gelöscht

Godshorn. Gegen 19.05 Uhr wurde in der vergangenen Woche die Ortsfeuerwehr zu einem Zimmerbrand in die Pappelstraße alarmiert. Der Hauseigentümer wurde durch einen Rauchmelder auf ein Feuer im Schlafzimmer aufmerksam. Er verhielt sich nach dem Entdecken des Feuers richtig, öffnete das Schlafzimmerfenster, zog die Zimmertür zu, verließ zusammen mit seinem Sohn das Haus und verständigte über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr.
Beim Eintreffen fand ein vorgehender Atemschutztrupp Einrichtungsgegenstände im Vollbrand vor. Mit einem C-Rohr und 80 Liter Wasser-Schaummittel-Gemisch konnten die Flammen schnell und ohne großen Wasserschaden gelöscht werden. Anschließend wurden die verkohlten Einrichtungsgegenstände aus dem Raum entfernt und der Raum nach weiteren Brandnestern mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Mit einem Druckbelüftungsgerät wurde das gesamte Haus rauchfrei geschaffen.
Der Brand verlief außerordentlich glimpflich. Alle am Prozess der Brandbekämpfung einfließenden Teilprozesse griffen nahtlos ineinander über, sodass insgesamt nur ein geringer Sachschaden entstand. Zum einen war das Haus mit Rauchmeldern ausgestattet, weshalb der Brand bereits in der Entstehung entdeckt werden konnte. Wie bereits beschrieben, konnte der Hauseigentümer zu diesem Zeitpunkt noch das Zimmerfenster öffnen – Rauch und vor allem die Wärme konnten abziehen und die Einsatzkräfte direkt nach dem Eintreffen ein Druckbelüftungsgerät einsetzen. Als letzter Teilprozess wurden neue Löschmethoden eingesetzt, nach denen die Stadtfeuerwehr seit einigen Monaten ausgebildet wird. Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr führten erst am vergangenen Dienstag einen Sonderdienst zum Thema Schaum durch. Diese Erkenntnisse wurden bei dem Brand eingesetzt, und ein Wasserschaden wurde vollständig vermieden. Auch konnte die Wärmebildkamera weitere Glutnester aufzeigen, weshalb auch nur die Einrichtungsgegenstände entfernt werden mussten, die noch glimmten. Die rund 10.000 Euro teure Kamera wurde erst im letzten Jahr beschafft und hat sich schon in diversen Einsätzen bewährt.
Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Ortsbrandmeister Michael Schuster waren 16 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatz war nach eineinhalb Stunden beendet.