Feuerwehreinsätze rund um Silvester

Eigentlich war die Feuerwehr zu einem Schuppenbrand in Krähenwinkel alarmiert worden. Doch das Feuer hatte auf Wohnhäuser übergegriffen. Foto: Feuerwehr Langenhagen
 
Ein Balkon im zweiten Obergeschoss stand in Schulenburg im Vollbrand. Foto: Feuerwehr Langenhagen

Langenhagener Wehren fahren von einem Einsatz zum anderen

Langenhagen (awi). Die Langenhagener Feuerwehr und diverse Ortswehren waren in der Nacht zu Silvester und auch in der Silvesternacht selbst stark gefragt: Der größte Einsatz war ein als „Schuppenbrand" deklarierter Alarm am Birkenweg in Krähenwinkel am frühen Dienstagmorgen, bei dem vier Menschen leicht verletzt wurden. Ein Anwohner hatte der Leitstelle gegen 3.30 Uhr zunächst einen Schuppenbrand gemeldet, doch griff das Feuer schnell auf zwei angrenzende Wohnhäuser über. Deren Bewohner hatten sich bereits selbst in Sicherheit gebracht, als die Feuerwehr eintraf. Die Flammen hätten zu diesem Zeitpunkt bereits auf das Treppenhaus und den Dachstuhl übergegriffen, berichtete Feuerwehrsprecher Stephan Bommert. Ein Carport wurde Opfer der Flammen, ein Anbau des Hauses beschädit. Eine Einzimmer-Wohnung brannte komplett aus, doch die Flammen in dem Mehrfamilienhaus hatte die Feuerwehr schnell unter Krontrolle. Mit Nachlöscharbeiten waren die Ehrenamtlichen bis in den Morgen hinein beschäftigt. Leichtverletzt wurden vier Bewohner, die Rauchgasvergiftungen erlitten, drei von ihnen wurden vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht. Über Schadenshöhe und Ursache gab es bis Redaktionsschluss noch keine offiziellen Angaben.
Am Neddernfeld in Langenhagen wurde die Feuerwehr in der Neujahrsnacht um 2.27 Uhr zu einem Container- und Pkw-Brand alarmiert. Einsatzleiter Martin Bombach rückte mit beiden Tanklöschfahrzeugen zur Straße Neddernfeld aus. Dort hatte der Besitzer eines Gewerbebetriebes einen Containerbrand gemeldet, der bereits auf mehrere PKW übergegriffen hatte. Der dichte Nebel in der Nacht erschwerte die Anfahrt der Einsatzkräfte, da sich zudem auch noch viele Passanten in der Silvesternacht auf der Straße befanden.
Bei Eintreffen standen insgesamt fünf PKW in Vollbrand. Bombach setzte insgesamt vier Atemschutztrupps mit drei Rohren zur Brandbekämpfung mit Wasser und Schaum ein und konnte so ein Übergreifen auf weitere PKW verhindern. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich bis knapp fünf Uhr hin. Auch die Stadtentwässerung wurde hinzugezogen, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Betriebstoffe der PKW in die Kanalisation gelangt sind.
Am Berta-von-Suttner-Ring in Kaltenweide wurde die Ortsfeuerwehr Kaltenweide um
00.43 Uhr am Neujahrstag zu einem brennenden Altkleidercontainer gerufe. Unter Leitung von Ortsbrandmeister Glaser waren 18 Einsatzkräfte vor Ort, öffneten den Container gewaltsam und löschten die brennenden Altkleider ab. Der Container wurde anschließend mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Nach einer halben Stunde war der Einsatz beendet und die Kräfte konnten wieder einrücken. Bereits um 0.13 Uhr in der ersten Nacht des Jahres waren die Ortsfeuerwehren Engelbostel, Langenhagen und Schulenburg zu einem Balkonbrand in der Ulmenstraße in Schulenburg ausgerückt. Einsatzleiter Jens Koch rückte innerhalb weniger Minuten mit dem ersten Fahrzeug aus. Schon bei Eintreffen konnte ein Vollbrand auf dem Balkon im zweiten Obergeschoss ausgemacht werden, Koch ließ die Alarmstufe erhöhen und somit die Feuerwehr Engelbostel und Langenhagen nachalarmieren. Ein Trupp ging im Innenangriff durch die betroffenen Wohnung unter Atemschutz mit einem Rohr zur Brandbekämpfung vor. Ein weitere Trupp kühlte von außen die Fassade, da sich das Feuer bereits bis zum Dach ausgebreitet hatte. Eine sich auf dem Balkon befindende Gasflasche wurde nach Auffinden umgehend gekühlt und in Sicherheit gebracht. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses waren bereits alle evakuiert und wurden vom Rettungsdienst betreut. Sie hatten das Feuer selbst über den Notruf gemeldet. Durch die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnung verhindert werden, das Fenster auf dem Balkon war geborsten. Zur Entseuchung kam im späteren Verlauf ein Lüfter zum Einsatz. Die Kräfte aus Langenhagen, die mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug angerückt waren, konnten zeitnahe aus dem Einsatz entlassen werden, da es weitere Einsatzstellen in Langenhagen gab. Die Kräfte aus Engelbostel unterstützen mit weiteren Atemschutzgeräteträgern. Ingesamt waren 25 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen vor Ort. Die letzten Kräfte rückten gegen halb drei wieder in die Wachen ein. Die weiteren Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet beschränkten sich glücklicherweise auf brennende Bäumen, Büsche und Hecken – allem in allem jedoch ein heftiger Jahresausklang und auch -beginn für die ehrenamtlichen Brandschützer.