Feuerwerk wieder Höhepunkt bei Seefest

Sommer pur genossen die Badegäste am DLRG-Turm vor Beginn des Seefestes. (Foto: D. Lange)
 
Betriebshof-Mitarbeiter Uwe Stocksmeier zeigt Müll, den eigentlich jeder Verursacher selber mitnehmen müsste. (Foto: G. Gosewisch)

Gute Zusammenarbeit von Betriebshof und DLRG bei Müllbeseitigung

Langenhagen (dl/gg). Kein leichter Tag für die DLRG am Silbersee. An diesem bis dato heißesten und besucherstärksten Tag des Jahres strömten die Menschen schon sehr früh an den See und lagen fortan dicht an dicht mit Kind und Kegel am Strand. Allerdings weniger zum Feiern, als vielmehr zum Abkühlen am und im Wasser. Zuvor aber sahen sich zumindest diejenigen, die mit dem Auto gekommen waren, mit dem Problem der Parkplatzsuche konfrontiert, denn die beiden dafür vorgesehenen Stellflächen waren sehr schnell restlos belegt. Dieser Umstand dürfte bei so manchen Fahrzeugführern noch für zusätzliche Hitzewallungen gesorgt haben. Währenddessen waren die Wasserretter der DLRG seit dem frühen Morgen dabei, das Seefest vorzubereiten, das am Nachmittag zunächst mit vielen Aktionen für die Kinder, auch im benachbarten Abenteuerland, starten sollte. DLRG-Pressesprecher Frank Berkemann äußerte eher zwiespältige Eindrücke: „Für uns ist dieser Tag durchaus eine große Herausforderung, weil wir ja neben dem Fest auch unseren Wachdienst nicht vernachlässigen dürfen, und so einen Andrang wie heute habe ich hier noch nicht erlebt. Andererseits sind zwar sehr viele Badegäste da, aber zum Feiern scheint es ihnen zu heiß zu sein. Die vielen Menschen im Wasser sind dann leider auch der Grund dafür, dass wir diesmal unsere besonders bei den Kindern sehr beliebten Bootsfahrten nicht durchführen können. Es wäre einfach zu gefährlich.“ Angesichts der großen Hitze lief an diesem Tag eben so manches anders als gedacht. Auch am Kuchenbüfett. Die Nachfrage nach Kaffee und Kuchen verlief am Nachmittag eher schleppend, stattdessen waren Kaltgetränke gefragt. Ab 17 Uhr enterten die Musiker der Coverband „Sugarplum Fairy“ die LKW-Bühne und gaben auch gleich ordentlich Gas, um mit den besten Hits der Siebziger und Achtziger die Gäste in Feierlaune zu bringen. Diese Aufgabe übernahm später ein DJ, der dazu am Abend die heißen Scheiben auflegte. Die Verantwortlichen bei der DLRG blickten derweil besorgt gen Himmel, der sich immer mehr verdunkelte. Sie sahen ihr Fest schon buchstäblich in das Wasser fallen. Des einen Freud, des anderen Leid: Etwas Abkühlung von oben hätten sich schon viele gewünscht. Offensichtlich hatten die angekündigten Gewitter aber keine Lust, ihre Arbeit aufzunehmen und zogen stattdessen unverrichteter Dinge am Silbersee vorbei. Das gab den Fackelschwimmern, anders als im letzten Jahr, die Möglichkeit für ihren Auftritt im See, um das Publikum sozusagen atmosphärisch auf das große Feuerwerk einzustimmen, das gleichzeitig den Höhepunkt und Abschluss des Seefestes bildete.
Von den Organisatoren vorab in den Ablaufplan aufgenommen war das große Aufräumen nach dem Fest, das in diesem Jahr, wie immer, wieder tadellos funktionierte. Fleißig waren die DLRG-Helfer am Werk. Sie sammelten den Müll im Party-Bereich an der Westseite des Sees und füllten zahlreiche Säcke. Auch der Betriebshof der Stadtverwaltung hatte sich vorbereitet: Für den Sonntag nach dem Fest war einen Trupp für das Aufräumen rund um den See eingeteilt. "Die Müllsäcke der DLRG haben wir auch gleich mitgenommen, das war vorher abgesprochen. Insgesamt sind drei Wagenladungen abgefahren worden, was zwar viel, aber nicht katastrophal ist", berichtet Uwe Stocksmeier vom Sonntag. Ein Team sorgte am darauffolgenden Montag dafür, dass die letzten Müllreste entfernt wurden. Uwe Stocksmeier wundert sich sehr über die Hinterlassenschaften der See-Nutzer: "Die kommen hier her und finden einen schönen grünen Platz vor. Aber statt den zu erhalten, lassen sie den Müll drauf stehen. Würden wir hier nicht sauber machen, könnte hier keiner mehr die Natur genießen."