Firmen präsentieren sich

Einige Schüler informieren sich am Stand des Malerbetriebes J. Ostendorp.
 
Viel los: Über 1800 Schüler informierten sich auf dem diesjährigen Berufsfindungsmarkt im Rathaus.

Über 1800 Schüler kamen zum diesjährigen Berufsfindungsmarkt

Langenhagen (lo). Über 1800 Schüler tummelten sich am vergangenen Donnerstag und Freitag im Rathaus. Denn in Ratssaal, Sitzungsräumen, Obergeschoss, Foyer und Innenhof präsentierten sich 50 Unternehmen im Rahmen des diesjährigen Berufsfindungsmarktes. Unter dem Motto „Komm ins Team!“ informierten die Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen bereits zum 22. Mal über die verschiedenen Ausbildungsberufe „In dieser Form ist der Berufsfindungsmarkt einzigartig“, sagt Organisator Jörg Hollemann.
Für die meist ortsansässigen Firmen aus den Bereichen Handwerk, Wirtschaft, Gesundheit und Pflege, Soziales und Logistik ist dieser Markt eine große Chance, sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten umfangreich zu präsentieren und darüber zu informieren. „Es ist wichtig, ins Gespräch zu kommen und die ersten Kontakte zu knüpfen“, ist sich Hollemann sicher. Und dies hat auch ein Großteil der Schüler genutzt. So informierten sich unter anderem die beiden 17-Jährigen Schüler Melvin und Jonas von der Freie Waldorfschule Hannover-Maschsee am Stand von vodafone. „Wir haben uns erst einmal informiert, was man in dem Job alles macht und was es für Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Wir gucken aber auch noch weiter“, sagt Melvin.
Auch die 16-Jährige Jana von der Realschule Isernhagen hat die Berufsfindungsmesse genutzt, um sich zu informieren. „Ich habe erst einmal allgemein geguckt, um mich grob zu informieren“, sagt die Realschülerin. Und Informationsstände von Unternehmen gab es viele. Von der Polizei und Bundeswehr über die Stadt Langenhagen, den Pflegedienst Sonja Vorwerk und Leibniz bis hin zum Maritim Hotel, dem Malerbetrieb J. Ostendorp und Reiche Logistik waren aus jedem Bereich Unternehmen dabei.
Neben vielen Informationen und einer Last-Minute-Ausbildungsbörse konnten die Schüler auch an einigen Ständen etwas ausprobieren. Die Firma Holtmann Messe+Event hatte zum Beispiel eine Feuerbrille dabei. Diese konnten die Schüler aufsetzten und mit Hilfe einer Art Joystick Handbälle durch virtuelle Tore werfen. Eigentlich ist die Brille aber dafür geeignet, um den Unternehmen virtuell ihre Messestände zu zeigen. Am Stand von Kuhlmann Leitungsbau konnten die Schüler zudem ausprobieren, wie man Rohre schneidet, schält, desinfiziert und mit Muffen verbindet. „Der Vorgang nennt sich Heizwendel-Muffenschweiß. Dabei werden die Rohre mit Hilfe von Muffen und einem Schweißgerät verbunden“, erklärt Marcel Weinhold, Auszubildender zum Rohrleitungsbauer.
Im Logistikbereich gab es am Gemeinschaftsstand von „Logistik macht Schule“, welcher aus den Firmen DB Schenker, Dachser, Krage, Pralle und Böhm besteht, zudem vier verschiedene Spiele. So konnten die Schüler sich am Planen der Route probieren und gucken, welche Verkehrswege wann am besten geeignet sind. Außerdem konnten sie ihre Kenntnisse in Geografie testen, indem sie prägnante Städte auf einer Landkarte zuordneten. Als viertes Spiel gab es das Kommissioniere von Waren, wobei es auf das Gewicht und die Verpackungsvorschriften ankam. „Teilweise waren fast alle Station durchgängig besetzt. Das ist toll, dass alle grundsätzlich interessiert sind“, freut sich Marcus Böhm, Geschäftsführer von Böhm Güterverkehr.