Fitness am Bildschirm: jeder allein und doch zusammen

Der Screen-Shot zeigt es: Gemeinsam geht es besser. 

Kati Beiers Gruppen spenden 600 Euro an mobiles Kinder- und Jugendhospiz

Langenhagen (ok). Allein geht es zwar auch, aber zusammen macht es eben mehr Spaß. Die Rede ist von Fitnesstraining und darin ist Katrin Beier, die von allen nur Kati genannt. Vor Corona war sie bei vielen Fitnessgruppen in verschiedenen Formaten aktiv. Real versteht sich. Aber seit acht Wochen hat sie aus der Not eine Tugend gemacht, ist online unterwegs. Und zwar zum Nulltarif. „Ich habe gemerkt, wie gut es allen tut“, sagt die lebensfrohe Kati Beier aus Langenhagen schmunzelnd. Sprungkraft, Fazien, Stretchen und nicht zuletzt „Six Pack“ alle Körperpartien werden beansprucht. Im Programm sind zum Beispiel auch das hochintensive Intervalltraining Tabata, Yoga und Balance-Training. Kati Beier: „Und, weil es uns allen so gut tat, kam die Idee, auch anderen etwas Gutes zu tun.“ Eine Spendenaktion ist initiiert worden; Vorschläge kamen aus den Gruppen. Zusammengekommen sind letztendlich 600 Euro, die an das mobile Kinder- und Jugendhospiz Hannover gehen. Und die Teilnehmer sind begeistert von den Übungseinheiten, überwinden so auch regelmäßig ihren „inneren Schweinehund“. Melina Rabe von der Betriebssportgruppe Hindernislauf der VGH Versicherung: „Ich war traurig, als mein Fitnessstudio geschlossen worden ist. Hier kann ich mich wieder quälen und bin richtig motiviert." Für Nicole Brown aus Langenhagen – normalerweise in Sachen Outdoor-Yoga unterwegs – sind virtuellen Meetings wegen ihrer Arbeitszeiten ideal. Nicole Brown: „Ich trainiere nicht gern allein, alle sind nett hier, und Kati ist mega.“ Besonders gut sei, dass die Fitnesstrainerin während der Einheiten fortwährend korrigiere. Nicole Jung, Katis Schwester, lässt sich sogar aus Düsseldorf zuschalten und macht eifrig mit, wenn die unmissverständlichen Kommandos ihrer Schwester zu hören sind. Für Sarah von Ungern-Stemberg ist das Ganze eine Supersache und für Kerstin Arnold unglaublich abwechslungsreich. Zwei der Sportlerinnen sind sich sogar schon live über den Weg gelaufen, obwohl sie sich vorher nur auf dem Bildschirm begegnet sind. Und sie haben sich gleich wiedererkannt. Katis Beiers Vielfalt und Ideenreichtum stecke einfach an. Anna-Lena Helmedag freut sich über den Austausch nach dem Kursus mit ihr und über Tipps gegen Beschwerden. Und der Garbsener Simon Zinram hat sogar einen faszinierenden Trick gelernt, kann jetzt im Handstand Bier mit einem Strohhalm aus einer Flasche trinken. Und: Sport und Fitness stehen zwar im Mittelpunkt sind aber längst nicht alles. „Wir planen schon das Grillen als After-Corona-Event“, erzählt Larissa Uhlich aus Hannover. Dann trainieren alle hoffentlich auch wieder live und in Farbe, aber die Corona-Zeit mit Sport über das Internet wird wohl niemand so schnell vergessen.
Wer jetzt Lust aufs Mitmachen bekommen hat, kann sich gerne bei Kati Beier melden. Mehr Infos unter www.fitness-de-luxe.de.