Fliegen wie ein Vogel

Nikita Schaffner (rechts) hilft beim Einstellen der Virtual Reality-Brille.
 
Marketingleiter Arne Beckstroem hat es sich nicht nehmen lassen, und den Birdly ebenfalls getestet.

Der Virtual Reality-Simulator „Birdly” kann noch bis zum 31. Juli in der Erlebniswelt des Flughafen Langenhagens getestet werden

Langenhagen (lo). Viele haben es sich schon einmal gewünscht, einmal so fliegen zu können wie ein Vogel. Dieser Traum kann jetzt in Erfüllung gehen – und zwar mit dem Virtual Reality-Simulator „Birdly” in der Erlebniswelt des Flughafens. „So ein Simulator in dieser Art ist vorher noch nie dagewesen. Damit kommt man dem Traum vom Fliegen sehr nah“, verspricht Marketingleiter Arne Beckstroem vom Flughafen.
Entwickelt hat den „Birdly“ eine Forschungsgruppe der Züricher Hochschule der Künste. „Meistens ist es bei Virtual Reality immer so, dass der Körper nicht mitmachen konnte. Das ist beim Birdly anders“ erläutert Nikita Schaffner von der Firma Somniacs, welche den „Birdly“ vertreibt. Denn hier lässt sich der ganze Körper komplett interaktiv bewegen. Zudem sorgen ein Headset, die unterschiedliche Geschwindigkeit sowie ein Ventilator für ein noch reelleres Gefühl.
Das ECHO hat den Birdly für Sie schon einmal getestet:
Normalerweise gibt es für ein Virtual Reality-Erlebnis nur eine Brille. Doch ich begebe mich für den Flug in eine fast waagerecht Position. Meine Füße liegen parallel zueinander in einem Gestell und meine Arme sind ausgestreckt. Denn diese befinden sich auf den beweglichen Flügelplatten, mit denen der eigenen Flug gesteuert werden kann. Außerdem trage ich ein Headset, um die Geräusche der virtuellen Welt, durch die ich fliege, zu hören und natürlich die Virtual Reality-Brille. Direkt vor mir befindet sich noch ein Ventilator, welcher die Flugluft je nach Geschwindigkeit zu simulieren.
Und dann startet der Flug auch schon. Ich bin mitten in Manhattan und um mich herum sind fast nur hohe Wolkenkratzer. Ich soll meine Arme zum Fliegen langsam bewegen, und zum Fliegen um eine Kurve eine Hand noch oben und eine nach unten drehen. Gar nicht einmal so einfach. Vor allem, weil es sich wirklich sehr real anfühlt. Ich habe mich wirklich so gefühlt, als ob ich über Manhattan gleite. Denn der Simulator bewegt meinen Körper immer mit – egal ob ich nach oben oder unten fliege. Und der Wind des Ventilators unterstreicht dies einmal mehr. Dadurch bekomme ich das Gefühl, schwerelos zu sein.
Dann verlasse ich New York und tauche über den Wolken wieder auf. Dort ist es um einiges entspannter zu fliegen. Der Wind weht mir ins Gesicht, ein leichtes Rauschen ist zu hören und ich kann mich einfach gleiten lassen. Hier und da taucht mal ein anderer Vogel auf oder auch mal ein Flugzeug. Doch mit der Ruhe ist es auch schnell wieder vorbei und auch bin wieder in New York. Dort entgehe ich nur knapp einem Zusammenstoß mit einem Hochhaus. Daher entscheide ich mich dann dafür, lieber etwas höher zu fliegen. Und dann ist der Flug auch schon wieder vorbei. Noch etwas wackelig verlasse ich den „Birdly“ und bin doch etwas froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Ein Erlebnis ist der Flug in jedem Fall und auch ein ungewohntes aber auch unglaubliches Gefühl, einmal wie ein Vogel zu fliegen.
Wer den „Birdly“ selbst einmal ausprobieren möchte, hat dazu noch bis zum 31. Juli in der Erlebniswelt des Flughafens die Gelegenheit. „Gerade in den Sommerferien kommen viele Besucher – auch viele die nicht wegfliegen. Daher versuchen wir immer ein zusätzliches Angebot zu schaffen und haben uns in diesem Jahr für den Birdly entschieden“, erläutert Beckstroem. Der Flug dauert etwa zweieinhalb Minuten. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Szenarien, unter anderem Manhattan oder eine Dinosaurierlandschaft. Ein Ticket kostet 8,50 Euro inklusive des Zugangs zur Ausstellung und Aussichtsplattform des Flughafens. Damit keine Wartezeiten entstehen, ist eine Anmeldung über die Internetseite des Flughafens unter www.hannover-airport.de/birdly notwendig.