Förderung geht „Eins zu Eins“ über die Bühne

Wollen die Schüler gemeinsam fördern: Thomas Kelber (von links), Frank Saßnick und Rosi Fuchs-Hülster. (Foto: O. Krebs)

Leselernhelfer wollen an der zukünftigen IGS aktiv werden

Langenhagen (ok). Rund 100 Flüchtlinge hat die Robert-Koch-Realschule seit 2015 schon aufgenommen, liegt damit nach Aussage des Schulleiters Thomas Kelber in der Flughafenstadt ganz vorn. Flüchtlinge, die natürlich noch Unterstützung benötigen, um die deutsche Sprache zu erlernen. „Lesekompetenz zu erlangen ist eine der wesentlichen Aufgaben unseres Bildungssystems, damit ein Leben in einer zunehmend komplizierter werdenden Medienwelt möglich ist“, sagt Frank Saßnick, Koordinator für „Mentor – die Leselernhelfer“ für Langenhagen. Der Verein betreut mit mehr als 14.000 Ehrenamtlichen bundesweit und etwa 1.500 Kräften in der Region Hannover., um leseschwachen Schülern bei der Erlangung der Lesefähigkeit zu helfen. Da, wo der tägliche Schulunterricht bei der Einzelförderung an seine Grenzen stößt. Die Förderung sei nicht zuletzt deshalb optimal, weil sie „Eins zu Eins“ über die Bühne gehe. Aktuell sind etwa 40 Mentorinnen und Mentoren an der IGS, der IGS Süd, der Adolf-Reichwein-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule aktiv, betreuen dort etwa 50 Lesekinder. An der bisherigen Robert-Koch-Realschule und zukünftige Integrierte Gesamtschule gehen 650 Schüler aus 20 Nationen in 24 Klassen. So würden zwar sicher auch kulturelle Grenzen überwunden, aber die Lehrer stünden auch vor besonderen Herausforderungen. Die Leselernhelfer könnten hier sinnvoll unterstützen. Schulleiter Thomas Kelber und Sozialarbeiterin Rosi Fuchs-Hülster sehen in dem Projekt eine große Chance für die Kinder und Jugendlichen etwas planmäßig zu lernen, sind an Frank Saßnick herangetreten. Saßnick weiß: „Die Freude der Kinder ist groß und auch die Schulleistungen verbesserten sich merklich.“ Die bisherigen Kräfte reichen nach Auffassung Saßnicks aber nicht auf, um den wachsenden Bedarf zu decken. Neue Leselernhelfer werden gesucht; Interessierte können bei einer kostenlosen Schulung erfahren, ob es das Richtige für sie ist. Auch altersgerechte Bücher werden gestellt; auf Seminaren kann sich fortgebildet werden. Es gibt viele prominente Unterstützer der bundesweiten ehrenamtlichen Vereinsarbeit. So zollt der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler Mentoren „großen Respekt vor ihrem Engagement, jungen Menschen die essenzielle Form der gesellschaftlichen Teilhabe mit so viel Leidenschaft zu vermitteln.“ Frank Saßnick gibt unter der Telefonnummer (0511) 72 22 41 gern nähere Auskünfte. Grundvoraussetzung ist Spaß bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.