Fordern und fördern

RKS-Schulleiter Thomas Kelber informiert gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Vorplanungsteams über die Strukturen und Vorhaben für die neue IGS.

Vertreter der Robert-Koch-Realschule informieren über den Übergang zur IGS

Langenhagen (lo). Die Umwandlung der Robert-Koch-Realschule (RKS) in eine IGS ist beschlossene Sache. Aus diesem Grund informierte jetzt das aus acht RKS-Lehrern bestehende Vorplanungsteam im Rahmen eines ersten Informationsabends über die Strukturen und Vorhaben für die neue Schule. Diese Angebot haben eine Vielzahl an Eltern genutzt. „Die Schule ist als IGS genehmigt. Wir warten jetzt nur noch darauf, dass sie teilgebunden ist“, erklärt RKS-Schulleiter Thomas Kelber gleich zu Beginn (Stand bei Redaktionsschluss).
Für die Schüler bedeutet eine teilgebundene IGS, dass es an zwei Tagen einen verpflichtenden Ganztagsunterricht gibt. „An den weiteren Tagen bieten wir ein freiwilliges Angebot in Rahmen von AGs an“, erklärt Martin Märker, stellvertretender RKS-Schulleiter. Begeistert ist von diesem Angebot ist auch Natalia Luskin aus Kaltenweide. „Es ist für mich einfach wichtig, eine Nachmittagsbetreuung zu haben“, sagt die Mutter einer 9-jährigen Tochter. Vor Unterrichtsbeginn soll es zudem eine Klassenzeit geben. „Diese Zeit soll dazu dienen, um organisatorisches zu klären oder auch persönliche Gespräche zu führen“, erklärt Märker.
Ebenfalls ist ein Blockunterricht mit je 80 anstatt mit 90 Minuten geplant, dazwischen gibt es Pausen von 25 Minuten. „Zudem ist eine 45-minütige Mittagspause in Planung, welche an den beiden langen Tagen verpflichtend und an den anderen Tagen freiwillig ist“, so Märker. Dafür soll es eine neue Mensa geben, die voraussichtlich bis 2021 fertig ist. Bis dahin wird die Schulküche für das Mittagsangebot genutzt. „Ich finde es toll, dass es ein Mittagsangebot gibt und ich bin darauf auch angewiesen“, sagt Angela Meier, die gemeinsam mit ihrem Sohn zum Infoabend kam.
Des Weiteren wird es eine Aufstockung der Klassen- und Differenzierungsräume geben. Diese Räumlichkeiten sollen voraussichtlich 2020 fertig sein. In der Zwischenzeit werden die neuen Fünftklässler in anderen Räumen in der Nähe der neuen unterrichtet. „Es gibt eine räumliche Trennung von der neuen IGS zur jetzigen RKS alleine schon wegen der Überschaubarkeit. Deswegen gibt es auch ein weiteres Lehrerzimmer“, ergänzt Kelber.
Neben den räumlichen Veränderungen ist dem derzeitigen Vorplanungsteam aber vor allem wichtig, den einzelnen Schüler in den Blick zu nehmen, zu fördern und zu fordern. „Es sind nicht alle Schüler gleich“, betont Kelber.
Ebenso wichtig sind dem Team die Themen ökologische Bewusstsein, die Zukunfts- und Berufsorientierung aber auch die Kultur, Sprachen und Technik – und das schon ab der fünften Klasse. So gibt es unter anderem einen Tag der Elternberufe und verschiedene Präventionsprojekte. Zudem ist die Technik seit Jahren ein starkes Element an der RKS und soll es auch an der neuen IGS sein. „Wir wollen auch mit der neuen Schule mit der Stiftung Niedersächsisches Metall und einfach genial die Zusammenarbeit fortsetzten“, betont Dominic Spittmann. Dies gilt auch für den Solarcup, an denen immer viele Schüler teilnehmen.
Auch im Bereich Sprache ändert sich etwas mit der neuen Schulform. Während zurzeit neben Englisch nur Französisch als zweite Fremdsprache zur Verfügung steht, bietet die neue IGS auch Spanischunterricht an. Zudem soll die Benotung wohl ab der fünften Klasse sowohl in Ziffern als auch mit einem Lernentwicklungsbericht erfolgen. „Ob das alles im Sommer so eintreten wird, steht jetzt noch nicht fest. Erstmal ist alles vorbehaltlich“, betont Kelber. Fest steht allerdings, dass nach den Sommerferien die IGS mit einem neuen fünften Jahrgang startet. „Drei fünfte Klassen zum Start würden wir uns wünschen. Alles was mehr ist, würde mich aber sehr freuen“, sagt Kelber.
Weitere Informationen zur Umwandlung von der RKS in die IGS gibt es an einem weiteren Informationsabend am Mittwoch, 3. April, ab 18 Uhr im Musikraum der Schule sowie beim Schulfest mit einem Tag der offenen Tür am Freitag, 3. Mai, von 15 bis 17 Uhr.