Frauen rücken in den Mittelpunkt

Starke Frauen, die sich für Langenhagen engagieren: Christa Röder (von links), Heike Brück-Winkelmann, Gabriele Spier, Ulrike Jagau und Sabrina Krinitzky aus der Gleichstellungsstelle der Stadt Langenhagen. (Foto: O. Krebs)

Zwei Ausstellungen laufen vom 16. September bis zum 8. Oktober im Rathaus

Langenhagen (ok). Frauen haben in der Geschichte sicherlich eine ganze Menge bewegt, treten aber trotzdem historisch oft nicht so sehr in Erscheinung, wie es ihnen gebührte. „Frauen machen sich oft zu klein“, denkt Ulrike Jagau von der Arbeitsgemeinschaft Frauenarchiv. Um die Verdienste des weiblichen Geschlechts mehr in den Vordergrund zu rücken, hat die AG Frauenarchiv zusammen mit der Stabsstelle Gleichstellung der Stadt Langenhagen zwei Ausstellungen organisiert, die parallel vom 16. September bis zum 8. Oktober im Foyer des Langenhagener Rathauses laufen. So geht es zum einen um die so genannten frauenORTE in Niedersachsen verknüpft mit mehr als 1.000 Jahren Frauengeschichte. Erweitert worden ist diese Ausstellung durch „100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Aufbruch“. Die Ausstellung über die Frauenorte, von denen es mittlerweile 41 in Niedersachsen gibt, gliedert sich in vier Kategorien: Eroberinnen des politischen Terrains, Pionierinnen in Bildung und Beruf, Schöpferinnen von Kunst und Kultur und Akteurinnen zwischen den Konfessionen. Zu den bedeutenden Frauen zählen zum Beispiel die Choreographin Mary Wigman aus Hannover, Eleonore d' Olbreuse. Theanolte Bähnisch aus Bad Pyrmont und Helene Lange aus Oldenburg. Langenhagen ist noch kein frauenORT, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Auf einer Postkartenwand sollten Vorschläge für Frauen gesammelt werden, die Langenhagen bewegen oder bewegten.
Die zweite Ausstellung geht um das Frauenarchiv, beschäftigt sich mit Ehrenbürgerinnen, Ratspolitikerinnen, Straßennamen und der Frage, was überhaupt das Frauenarchiv sei. Gerade im Rat der Stadt Langenhagen habe es in den vergangenen Jahren einen starken Rückgang des Frauenanteils gegeben. Waren es 1991 noch 50 Prozent, sind es heute nur 13 von 42.
Die Vernissage zu den Ausstellungen findet am Montag, 16. September, um 17 Uhr im Rathaus statt. Die Festrede wird Ursula Thümler, die Vorsitzende des Kuratoriums „frauenORTE“ Niedersachsen, halten. Um 18 Uhr wird dann die Ausstellung eröffnet.
Am Freitag, 27. September, folgt um 18 an gleicher Stelle die Vortragsveranstaltung „Die ersten Parlamentarierinnen“ mit der Historikerin und Publizistin Marlies Obier.
Ein Fazit zu den Ausstellungen zieht Stadtarchivarin Heike Brück-Winkelmann bei der Finissage am Dienstag, 8. Oktober, die um 18.15 Uhr im Rathaus beginnt. Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks spricht dann zum Thema Frauen. Mehr Informationen unter www.frauenorte-niedersachsen.de.