Freundschaft in Mitte der Gesellschaft angekommen

Ein Foto aus Osnabrück, wo der Zeitzeuge Peter Miloradovic – sein Vater war im Lager – den Jugendlichen die Geschichte der Häftlinge erzählt. 

Bosnische Jugendliche aus Bijeljina zu Gast in Langenhagen

Langenhagen. Es ist definitiv eine Tatsache, dass aus keiner anderen Langenhagener Partnerstadt so viele Jugendliche in den letzten 20 Jahren zu Gast in Langenhagen waren wie aus Bijeljina. Dieses Jahr kamen zum zweiten Mal Jugendliche aus Bijeljina nach Langenhagen dank der Unterstützung des Vereins "Hilfe für das junge Leben" und den Langenhagener Gasteltern. Das Vorstandsmitglied Michaela Ramünke hat es auf den Punkt gebracht: "Die Freundschaft zwischen den beiden Städten ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es ist definitiv so, dass jeder in Langenhagen jemanden kennt, der schon mal in Bijeljina war oder aus Bijeljina Gäste aufgenommen hat."
Um einige Familien zu nennen, Leske, Könncke, Engel- Runke, Kassner, Balk, Trümper und viele andere, denen damals wie heute die Freundschaft am Herzen liegt. Beim diesjährigen Besuch lag der Schwerpunkt die serbischen Geschichte in Niedersachsen. Und das Thema war "Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren".
In mehreren niedersächsischen Lagern gab es zur Zeit des zweiten Weltkrieges serbische Gefangene. Das größte Lager war in Osnabrück. Dort waren von 1941 bis 1945 6.000 serbische Offiziere inhaftiert. Die Jugendlichen aus Bijeljina haben unter anderem auch das Lager in Osnabrück besucht. Und dort hat man auch zwei Namen gefunden von gestorbenen Offizieren, die aus Bijeljina stammten.
Der nächste Jugendaustausch ist in Planung für das Jahr 2020. Interessierte Personen können sich sehr gern beim Vereinsvorsitzenden Zeljko Dragic melden unter der Telefonnummer (0173) 6 06 54 38.