Fünf abwechslungsreiche Tage

Viel Beifall bei den unzähligen Passanten fand der lange, abwechslungsreiche Festausmarsch am Sonntagnachmittag. Foto: K.Raap
 
Die Uniformen mit flotten Dirndls vertauscht hatten auch die drei Brinker Schützinnen Jennifer, Julia und Jessica (von links). Oliver fühlte sich in dieser Runde sichtlich wohl.Foto: K. Raap

49. gemeinsames Schützenfest mit toller Resonanz

Langenhagen (kr). "Das war eine sehr schöne und gut besuchte Veranstaltung, mit der wir alle zufrieden sein können", mit dieser Beurteilung des 49. gemeinsamen Schützenfestes lag Oberschützenmeister Heiner Rust sicherlich goldrichtig Dass auch die Schausteller trotz einiger Wetterkapriolen das Fest positiv abhaken konnten, lag nicht zuletzt an dem neuen Platz südlich des City Centers, der sich auch im zweiten Anlauf bestens bewährte. Gut bestückt und kompakt gestaltet wurde das Angebot von Besuchern unterschiedlichster Altersklassen stark frequentiert. Anziehungspunkt für die junge Generation erwartungsgemäß das Fahrgeschäft "Heiße Räder" mit seinen superschnellen Vor- und Rückwärtsrunden. Das moderne und auch auch gegen stürmischste Sturmböen bestens abgesicherte Festzelt erlebte einen tollen Zulauf. Schon bei der offziellen Festeröffnung am Donnerstag (das ECHO berichtete) mit dem problemlosen Fassanstich durch Bürgermeister Friedhelm Fischer und der unterhaltsamen Musik durch das Blasorchester der Stadt Langenhagen strahlten die drei in der Schützen-Gemeinschaft vereinten Vereine allerbeste Laune aus. Die Schützenvereine Brink und Langenforth sowie die Schützengesellschaft Langenhagen zeigten sich überzeugend als harmonische Gemeinschaft. Und auch Ehrungen fehlten nicht. So erhielten Willi Minne, Heinrich Gosewisch und Peter Patz die goldene Ehrennadel des Veranstalters für hervorragende Verdienste um das Langenhagener Schützenwesen. Rekordverdächtige 650 Portionen Haxen wechselten am Freitag beim traditionellen zwölften "Industrie-Handel-und Handwerker-Tag" den Besitzer. Die Schirmherrschaft dieser Riesenfete lag bei den beiden Firmen Pflegedienst Sonja Vorwerk-Gerth und Tischlerei Heinrich Gosewisch. Sie präsentierten nach dem Essen mit der Band "Bayernstürmer" wie im Vorjahr die absolute Stimmungsgarantie. Nicht nur mit Titeln wie "Komm´ hol´das Lasso raus" oder dem Ballermann-Hit "Schatzi, schenk´mir ein Foto" brachten sie das total gefüllte Zelt zum Kochen. Das Repertoire der Formation um Trompeter und Show-Master Kai Philipps kannte keine Grenzen: Alpenländische Power wechselte mit aktuellen Party-Krachern und Songs aus dem Rock- und Pop-Bereich.Echte Hingucker an diesem Abend: Viele Besucher, darunter auch eine Menge Schützen, hatten sich, angetan mit schicken Dirndls und eleganten Lederhosen, ensprechend dem Charakter des Haxenabends stilsicher gekleidet. Auf gleichem Stimmungshoch ging es am nächsten Abend weiter, als Party-Time mit Thüringens herausragender Band "Biba & die Butzemänner" angesagt war. Die exzellente Formation traf haargenau den Geschmack der Fans und bot ein erstklassiges Programm. Möglich wurde der Auftritt dieser hochkarätigen Kapelle durch das Engagement von Uwe Eikemeier, Schütze und Unternehmer in einer Person, sowie Festwirt Jörg Ahrend.
Beim tradtionellen Festschmaus am Sonntag wurden 350 Essen mit Hochzeitssuppe und Rinderrouladen ausgegeben. Zur Unterhaltung spielte das famose Jugendblasorchester Lucka auf, das Uwe Eikemeier nun schon zum zehnten Mal verpflichtet hatte. So galt sein besonderes Dankeschön zu diesem Jubiläum dem Dirigenten Hans Taube, dessen zwei Söhne ebenfalls in diesem Klangkörper mitwirken. Auch der sehr lange und abwechslungsreiche Festumzug, der sich pünktlich um 15.30 Uhr in Bewegung setzte, war ein besonderer Höhepunkt des Festes. Die abendliche Oldie-Party mit DJ Sven wurde unterbochen durch ein exotisches Showprogramm der brasilianischen Gruppe "Samba cor do Brasil". Der Montagnachmittag gehörte traditionell den durchweg stimmungsgeladenen Königsfeiern der drei Vereine. Den Schlusspunkt unter fünf tolle Tage setzte dann DJ Sven mit flotten Klängen vom Plattenteller."Damit läuft aber auch schon der Coutdown für das nächste Schützenfest", betonte Heiner Rust gegenüber dem Langenhagener ECHO,"denn dann feiern wir unser 50-jähriges Jubiläum." Ein Problem liegt Heiner Rust allerdings noch besonders am Herzen: "Wie verhindern wir künftig das Auftreten randalierender und alkoholisierter Jugenlicher." Dazu soll es Gespräche mit der Polizei geben.