Für jeden Ort eine

Fünf Ortsbürgermeister wollen fünf Verwaltungsstellen

Godshorn (gg). Mit einem Antrag zum Erhalt der Verwaltungsstellen in den Ortsteilen läutete in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Godshorn die CDU-Fraktion eine klare Richtung ein. Hintergrund ist die empfohlene Auflösung in den Ortsteilen (Engelbostel, Schulenburg, Godshorn, Krähenwinkel und Kaltenweide) im Gutachten der Wirtschaftsprüfer Rödl&Partner zur Haushaltskonsolidierung. „Das ist eins der wenigen Bereiche, in denen die Verwaltung überhaupt etwas ändern und abseits der Pflichtaufgaben sparen kann, weil es eine freiwillige Serviceleistung für die Bürger ist“, erklärte Bürgermeister Friedhelm Fischer im Pressegespräch vorab. Seiner Meinung nach ist es den Bürgern zuzumuten, für Angelegenheiten wie der Verlängerung des Personalausweises das Bürgerbüro im Rathaus mit täglichen Öffnungszeiten aufzusuchen, wenn dafür Steuergeld gespart wird. Die Verwaltungsstellen in den Ortsteilen haben nur wenige Stunden in der Woche geöffnet, zudem kaum oder gar nicht außerhalb der normalen Arbeitszeiten.
„Einsparungsoptionen sind trotz des Erhalts der Verwaltungsstellen in den Ortsteilen möglich. Als Option sehen wir die Möglichkeit, die Arbeitsplätze so zu vernetzen, dass die Arbeitsleistung verwaltungsintern optimiert wird“, erklärte CDU-Ortsratsmitglied Ulrich Müller. Zustimmung dazu signalisierte Ortsbürgermeister Willi Minne: „Die fünf Ortsbürgermeister haben sich gerade bei einem Treffen darauf verständigt. Jeder will für seinen Ort das Bürgerbüro erhalten. Im Rat wird die Diskussion weitergehen.“ Einstimmig votierte der Ortsrat daher für den Erhalt der Verwaltungsstelle in Godshorn in der Sitzung.