Geflüchtete ins Godshorner Hallenfreibad?

Geflüchtete aus der Ukraine sollen nicht im ehemaligen Godshorner Hallenfreibad untergebracht werden. (Foto: O. Krebs)

Aber: Godshorner Ortsrat lehnt Antrag der AfD mehrheitlich ab

Godshorn (ok). Passieren sollte schon eine ganze Menge, aber bis jetzt hat sich an der Berliner Allee noch gar nichts getan. Seit August 2017 liegt das Gelände des ehemaligen Hallenfreibades brach. Der potenzielle Investor Martin Weiß, der große Pläne hatte, ist abgesprungen, eine andere Nachnutzung ist noch nicht realisiert worden. Es musste unter anderem Geld für einen privaten Sicherheitsdienst und auch für die Beseitigung der Vandalismusschäden. Allein im Jahr 2018 sind nach Auskunft der AfD-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen 12.000 Euro ausgegeben worden. Im Juni 2019 hat der Rat der Stadt Langenhagen den Rückbau beschlossen. Die überplanmäßige Ausgabe liegt hier bei 392.000 Euro. Die AfD-Fraktion im Godshorner Ortsrat hat jetzt ins Spiel gebracht, das Gebäude erst einmal soweit zu ertüchtigen, dass Flüchtlinge aus der Ukraine hier eine Unterkunft finden. Eine Förderung durch Land oder Bund sollte darüber hinaus geprüft werden. Ortsratsmitglied Antonio Micuda, der Bauingenieur und Bausachverständiger für Gebäudeschäden ist: „Als Alternative könnte der Parkplatz auch vorübergehend für Container genutzt werden.“ Parallel sollte die Stadtverwaltung nach späteren Vermarktungsmöglichkeiten für das Gelände und Gebäude suchen. Der Prüfantrag ist im Ortsrat Godshorn allerdings mehrheitlich abgelehnt worden.