Gegen rassistisches Gedankengut

Brigitte Eder zündet eine Kerze an für die Opfer des Attentats in Neuseeland. (Foto: D. Lange)

Solidaritätskundgebung auf dem Marktplatz zum Tag gegen Rassismus

Langenhagen (dl). Die Würde des Menschen ist unantastbar. Punkt. So steht es im Artikel Eins im deutschen Grundgesetz. Alle nachfolgenden Grundrechte bauen auf diesem Grundsatz auf. Allerdings sieht die Realität aber oft anders aus, denn fremdenfeindlichen Vorurteilen und rassisischem Gedankengut lässt sich mit Gesetzen eben nur schwer beikommen. Der erste Artikel unserer Verfassung wird im Grunde täglich verletzt, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung Hass und Gewalt ausgesetzt sind, wenn sie deswegen ausgegrenzt, unterdrückt oder angefeindet werden. Um den Artikel eins einmal mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und zur Erinnerung an den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.März veranstaltete der Integrationsbeirat der Stadt Langenhagen eine Kundgebung auf dem Marktplatz. Der Beirat rief damit auch zum Gedenken der Opfer des antimuslimischen Terrorattentats in Christchurch/Neuseeland. Im Hinblick auf die Europa-Wahlen am 26. Mai kommt den Wochen gegen Rassismus der Vereinten Nationen in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu, denn es steht zu befürchten, dass rassistische und nationalistische politische Parteien und Bewegungen in das Europäische Parlarment gewählt werden. Bundesweit finden aus diesem Anlass eine Vielzahl von Veranstaltungen statt gegen den alltäglichen, offenen oder unterschwelligen Rassismus in der Gesellschaft. Etwa 50 Teilnehmer, darunter Vertreter von im Rat vertretenen politischen Parteien, kamen zum Marktplatz, zündeten Kerzen an und bildeten eine Lichterkette, um in stummem Protest den Opfern von Christchurch zu gedenken. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Langenhagen, Justyna Scharlè zog ein positives Fazit der Aktion. „ Sicher hätten auch wir uns mehr Aufmerksamkeit gewünscht. Ich bin dennoch stolz auf den Integrationsbeirat. Die Ehrenamtlichen haben die Kundgebung in Eigenregie geplant und durchgeführt. Sie haben mit der Stadt und der Polizei Gespräche geführt, haben die notwendigen Genehmigungen eingeholt und die Verantwortlichen für die Dauer der Veranstaltung benannt.".