„Genau das Richtige gemacht“

Lieben ihren abwechslungsreichen Beruf durch und durch: Pierre (von links) und Marc Köhler, Ralph Sensing, Stefanie van der Felde und Alexander Gericke. (Foto: O. Krebs)

Köhler-Azubis Stefanie van der Felde und Pierre Köhler bestehen mit Auszeichnung

Krähenwinkel (ok). Die Quote ist sensationell: Drei von etwa 50 Auszubildenden der Maler- und Lackiererinnung Hannnover haben ihre Abschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden, zwei von ihnen haben bei der „Malermeister Volker Köhler GmbH“ in Krähenwinkel gelernt. Stefanie van der Felde ist als Umschülerin in den Malerbetrieb Köhler gekommen, hatte zuvor ein zweiwöchiges Praktikum an der Walsroder Straße absolviert. Die 32-Jährige liebt es, mit den Händen zu arbeiten, hat nach eigenen Worten ihren Traumjob gefunden. Es sei bei Köhlers wie in einer großen Familie, Chefs und Kollegen seien sehr nett. Sie freut sich jetzt auf ihre Gesellenjahre in dem renommierten Langenhagener Handwerksbetrieb mit mehr als 40 Mitarbeitern. Chef Marc Köhler ist sehr zufrieden mit seiner ehemaligen Auszubildenden, sehr gut anpacken könne. Gerade die Bodenarbeiten lägen ihr sehr gut. Sie schaffe die schwere Arbeiten wie das Rausreißen des Bodens und auch das Verlegen des Linoleums mit Leichtigkeit. Innungs-Obermeister Ralph Sensing freut sich: „Sie hat genau das Richtige gemacht und sich im zweiten Anlauf verwirklicht.“
Das Richtige gemacht hat nach eigener Auffassung auch Pierre Köhler. Er wird den Betrieb, den sein Großvater Volker ins Leben gerufen hat, einmal von seinem Vater Marc übrnehmen. Pierre Köhler kann neben seiner Ausbildung zum Maler und Lackierer auch einen Master-Titel in Betriebswirtschaft vorweisen und wird als Juniorchef jetzt nach und nach an die verantwortungsvolle Aufgabe eines Firmenchefs herangeführt. „Ich freue mich, dass mein Vater mir so viel Vertrauen entgegenbringt und mir weitestgehend freie Hand lässt“, sagt Pierre Köhler, der im elterlichen Betrieb natürlich bei den langjährigen Mitarbeitern schon lange bekannt ist. Er liebt das Malerhandwerk, den Kontakt zu den Menschen und auch die Abwechslung. Die Meisterschule ist auch noch eine Option für ihn. Aber zunächst einmal will der 29-Jährige Erfahrungen im eigenen Hause sammeln. Vater Marc Köhler merkt im Gespräch mit dem ECHO zu diesem Stichwort an, dass der Staat bei der Übernahme der fünfstelligen Kosten für die Schule durchaus gefordert sei. Außerdem sei er über die Gesetzesänderung, die Meisterschule ohne Praxiserfahrung absolvieren zu können, nicht begeistert. Ebenso wenig wie sein Meister Alexander Gericke, der auch das Handwerk liebt. Er bescheinigt sowohl Stefanie van der Felde als auch Pierre Köhler „sehr vorbildlich“ aufzutreten und „sehr wissbegierig“ zu sein. Es sei ihnen anzumerken gewesen, dass sie Lust an der Ausbildung gehabt hätten und Spaß an der Arbeit zu haben. Und das seien schließlich entscheidende Voraussetzungen für ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben.