Gerda Negraßus wurde Ersatzmutti

Gerda Negraßus mit ihrer Gasttochter und Bernd Atzpadin. Foto: E.A. Nebig

Chorsängerin aus Bijeljina blieb spontan in Langenhagen

Langenhagen (ne). Als kürzlich der Kirchenchor St. Georg aus der Patenstadt Bijeljina in Langenagen weilte, um Konzerte zu geben (das ECHO berichtete) waren fünf der jungen Sängerinnen Gäste im Haus der Kulturringvorsitzenden und Chorsängerin Gerda Negraßus. Eine von den jungen Damen, Sofija Jeremic´, wuchs ihr besonders ans Herz, da diese neben ihrer Heimatsprache serbisch auch englisch und ein wenig deutsch sprach und als Dolmetscherin fungierte. Zwischen beiden stimmte die Chemie, wie man so schön sagt, und so kam es, dass Sofija – die erstmalig Langenhagen besuchte – am Abend vor der Abreise sehr traurig war. Das hatte zur Folge, dass Gerda Negraßus ad hoc einfiel: „Du hast doch dein Studium gerade beendet, wenn du willst, kannst du gerne noch hier bleiben und dein Deutsch verbessern." Sofija wollte; sie rief ihre Eltern an, und als diese zustimmten, blieb die junge Diplom- Ökonomin bis zum vergangenen Wochenende, doch dann musste sie heim, schweren Herzens. Aber die Familie wartete, Ostern steht vor der Tür. Am Montagmorgen rief sie an, dass sie nach 25 Stunden Busfahrt wieder heil in Bijel- jina angekommen sei. Sie werde Langenhagen und die vielen neuen Bekannten nicht vergessen und lasse alle herzlich grüßen, teilte sie ihrer Herbergsmutti und Chorschwester mit. Auch der Schriftführer des Sozialvereins „Hilfe für das junge Leben“, Bernd Atzpadin, freute sich über den längeren Aufenthalt der Chorsängerin, über die weitere Kontakte zum Chor St. Georg geknüpft werden konnten.