Gesellschaft für Entsorgungssicherheit für Klärschlamm wächst

Versammlung stimmte am 28. November der Aufnahme weiterer Kommunen zu

Langenhagen. Die Gesellschafterversammlung der „Kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH“ (KNRN) fand am Donnerstag, 28. November, in Hildesheim statt. Die Stadt Langenhagen gehört zu den Gründungsgesellschaften. Sie wurde bei der Versammlung von Mikro Heuer, Bürgermeister der Stadt Langenhagen, vertreten. Aufsichtsratsvorsitzende ist Sandra Bosold, Leiterin der Stadtentwässerung Langenhagen.
„Mir war es wichtig, dass wir uns frühzeitig des Themas ‚zukünftige Entsorgung von Klärschlamm‘ annehmen und uns auf die bevorstehende Änderung bestmöglich vorbereiten“, sagt Sandra Bosold. Durch die neue Düngeverordnung darf Klärschlamm zukünftig nicht mehr von größeren Kläranlagen als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden wie bisher. „Zusammen mit den anderen Gründungsgesellschaften haben wir eine gute Lösung erarbeitet: Wir bauen eine eigene Monoklärschlammverbrennungsanlage.“
Zu den Gründungsgesellschaftern gehören die Abwasserbetriebe Weserbergland AöR, die Stadt Celle, die Stadt Göttingen, die Stadt Peine, die Abwasserentsorgung Salzgitter GmbH, die Stadt Verden (Aller), die Stadt Barsinghausen, die Stadtentwässerung Hildesheim AöR und die Stadt Langenhagen. Ihre Vertreter stimmten jetzt bei der Versammlung einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft durch die Aufnahme 13 neuer kommunaler Gesellschafter zu.
Zu den 13 neuen Gesellschaftern gehören der Abwasserverband Matheide, der Kreisverband für Wasserwirtschaft Nienburg, die Stadtwerke Holzminden – Kommunalwirtschaft – AöR, der Wasserverband Peine, die Berg und Universitätsstadt Clausthal – Zellerfeld, der Abwasserverband Gehle – Holpe, die Bad Pyrmont Entsorgung AöR, die Gemeinde Lengede, die Stadt Sarstedt, die Stadt Wunstorf, die Stadt Springe, die Stadtwerke Sehnde GmbH sowie die Gemeinde Wedemark.
„Es macht mich schon ein wenig stolz, dass unser Vorhaben weitere Stadtentwässerungsbetriebe überzeugt und unsere Gesellschaft wächst“, so Bosold.
Im Rahmen der rechtlich vorgegebenen Neuordnung der Klärschlammverwertung sollen durch die Beteiligungen die Ziele Entsorgungssicherheit, Kostentransparenz und Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben solidarisch mittels eines kommunalen Unternehmens erreicht werden.
Der Gesellschaftszweck der KNRN ist die wirtschaftliche Errichtung einer Monoklärschlammverbrennungsanlage sowie die Sicherstellung eines sicheren, effizienten, resourcenschonenden und nachhaltigen Betriebs der Anlage. Die Klärschlammmengen der Gesellschafter repräsentieren eine Menge von etwa 30.000 Tonnen (Trockensubstanz) im Jahr, womit die Versorgung der noch zur errichtenden Anlage sichergestellt ist. Ab Ende 2024 soll die neue Anlage in Betrieb gehen.