Gesund in Wiesenau

Neu im Team: Friederike Erhart (links) mit der Leiterin des Quartiertreffs Wiesenau Claudia Koch.
 
Der neue Vorstand von win: Friedrich Schleenbecker, Karl Heinz Range, Ulrich Schmersow, Claudia Koch, Siegfried Volker und Dieter Bergmann.

Wohnen in Nachbarschaft erhält Förderung für ihr neues Projekt

Langenhagen (lo). In Wiesenau tut sich etwas: Bereits am 1. April startete das Projekt „Gesund im Quartier – Gesundheitspräventionen für Seniorinnen und Senioren“ des Vereins win – Wohnen in Nachbarschaft der KSG. „Wir haben für dieses Projekt den Zuschlag für eine dreijährige Förderung bekommen. Dabei werden die Fördermittel über die gemeinsame Stelle der Krankenkassen im Rahmen des Präventionsgesetztes ausgeschüttet, um Gesundheitsförderung im Gemeinwesen voran zu bringen“, erläutert Claudia Koch, Leiterin des Quartierstreff Wiesenau. Insgesamt stehen dem Verein über die drei Jahre verteilt 290.000 Euro Fördergeld zur Verfügung. „Wir können da stolz drauf sein. Es ist ein Erfolg für den Nachbarschaftsverein und das Quartier“, freut sich KSG-Geschäftsführer und Vereinsvorsitzender Karl Heinz Range.
Dabei soll sich das Projekt, das ausschließlich für Wiesenau ist, vor allem an ältere Menschen über 65 Jahren wenden. „Hier in Wiesenau gibt es wenig bis keine Gesundheitsangebote für ältere. Wenn wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, fährt dieser nicht vier Mal die Woche woanders hin, um ein Gesundheitsangebot wahrzunehmen“, sagt Koch. Dies soll sich jetzt ändern – und zwar genau vor der Haustür. „Eine Idee ist es, hier im Stadtteil schöne Aufenthaltsorte zu gestalten und Parkbänke aufzustellen. Dadurch machen sich vielleicht mehr auf den Weg, um spazieren zu gehen, da sie dort die Möglichkeit haben, sich auszuruhen“, erläutert Koch.
Eine weitere Überlegung ist es, die Wiesenauer selbst mit einzubeziehen. So sollen Anwohner unter anderem über das Projekt Qualifizierungen bekommen, um dann selbst einen Kurs anzubieten zu können. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Pilateskurs handeln. „Die Wiesenauer können sich hierbei mit ihren persönlichen Interessen einbringen“, sagt Koch. Zudem betont Range, dass die Teilnahme und Qualifikation für die Kurse kostenlos ist.
Und um diese Ideen umzusetzen und weitere zu sammeln erweitert der Quartierstreff Wiesenau sein Team um Friederike Erhart als Projektleiterin. „Ich fand die Kombination aus der Projektbeschreibung und der breiten Zielgruppe spannend“, sagt die 56-Jährige auf die Frage, warum sie sich für die Stelle beworben hat. Zudem hat sie bereits Erfahrungen in der nachhaltigen Projektarbeit und hatte selbst eine Firma für Qualitätssteigerung für Weiterbildung. „Hier sehe ich dann auch wieder die Verbindung zum Projekt. Während es vorher um gelingende Arbeit ging, geht es hier im gelingende Gesundheitsprävention“, sagt die Diplompädagogin.
Wichtig sei ihr bei ihrer jetzigen Tätigkeit vor allem eines: „Die Zielgruppe soll entscheiden, was gemacht werden soll.“ Aus diesem Grund möchte sie Befragungen durchführen, was gebraucht wird und zum anderen regelmäßige Treffen mit Institutionen und ehrenamtliche aus Wiesenau zum Austausch durchführen. „Es ist immer gut, wenn man eine Förderung bekommt, bei der man auch Personal einstellen darf“, freut sich Koch.
Neben der neuen Projektleitung hat sich auch etwas im Vorstand getan. Vorstandsvorsitzender bleibt Karl Heinz Range, sein Stellvertreter ist auch weiterhin Ulrich Schmersow. Ebenfalls bleibt Siegfried Volker, zuständig für das Immobilienmanagement der KSG, Beisitzer und Claudia Koch Schriftführerin. Neu dabei sind hingegen Friedrich Schleenbecker und Dieter Bergmann. Während Bergmann als assoziiertes Mitglied tätig ist, kümmert sich Schleenbecker um die kaufmännischen Angelegenheiten.