Gibt es jetzt den „Langenhagener Weg“?

BBL fordert fünf Zentren für Corona-Schnelltests in der Stadt

Langenhagen (ok). Der baden-württembergische Oberbürgermeister ist vorangegangen, die Stadt Langenhagen soll ihm folgen. So fordert es zumindest das Bündnis Unabhängiger Bürger (BBL) in seinem Antrag mit der Überschrift „Tübinger Weg“. Wie in der Studentenstadt im Süden der Republik sollen Testzentren entstehen – fünf an der Zahl – an denen kostenlose Schnelltests für die Bürger, aber auch die Beschäftigten der Stadt Langenhagen angeboten werden. Die Stadtverwaltung soll diese Testzentren betreiben, die über Spenden und Mittel im Haushalt finanziert werden sollen. Bürgermeister Mirko Heuer hat grundsätzlich positive Signale ausgesendet und auf ein Corona-Budget in Höhe von 300.000 Euro verwiesen. Unterstützung hätten auch Hilfsorganisationen angeboten. Die anderen Fraktionen sehen den Vorschlag auch postiv, wenn auch nicht uneingeschränkt. So ist für die SPD beispielsweise die Zahl der Stationen zu hoch, das doppelt so große Göttingen käme mit zwei Teststationen aus. Der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Domenic Veltrup will auch erst die Frage nach dem medizinischen Personal geklärt wissen und fordert eine Gesamtlösung für die Region, da es in Langenhagen viele Ein- und Auspendler gebe. Joachim Balk (FDP) würde zumindst alters- und berufsbedingten Risikogruppen Tests ermöglichen, falls das flächendeckend nicht möglich sei. Andreas Eilers (WAL) bringt den Nachweis des Wohnortes ins Spiel, damit sich nicht Bürger der Nachbarkommunen kostenlos testen lassen können. Von der Region gibt es keine Einwände. Eine Entscheidung sollte ursprünglich im Umlaufverfahren erfolgen. Antragsteller Jens Mommsen drängt jetzt allerdings auf eine Dringlichkeitssitzung des Rates der Stadt Langenhagen, um noch offene Fragen zu klären.