Giftköder gefressen

Polizei bittet Zeugen um Mitteilung

Langenhagen. Gerade noch rechtzeitig ist gestern ein Stafford-Terrier von einer Langenhagener Tierärztin nach der mutmaßlichen Aufnahme eines Giftköders erfolgreich behandelt worden. Nach Angaben der 43-jährigen Hundehalterin sei sie gestern gegen 16 Uhr zusammen mit ihrem Ehemann und der Hündin auf einem Waldweg zwischen der Kläranlage und dem Truppenübungsplatz an der Neuen Bult in Richtung Wietze spazieren gegangen.
Etwas abseits des Weges habe der mit einer längeren Ziehleine angeleinte Hund eine Plastiktüte aufgespürt und etwas daraus gefressen. Unmittelbar neben dieser Tüte habe nach Angaben der Frau eine weitere Tüte mit Einweghandschuhen, Wurstpaketen und einem angerissenen Beutel mit blauen Ködern in Tablettenform und der Aufschrift Rattenköder gelegen. Nach diesen Feststellungen suchte die Hundehalterin sofort die Tierärztin auf, die dem Tier ein Brechmittel verabreichte. Durch die schnelle Behandlung geht es der Hündin den Umständen entsprechend, sodass derzeit schwerwiegendere Folgen nicht zu erwarten sein dürften. Die gefundenen Gegenstände wurden sichergestellt und werden gegebenenfalls näher untersucht.
Die Ermittlungen, in die mittlerweile die Staatsanwaltschaft Hannover einbezogen ist, richten sich zunächst gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Das Gesetz sieht in diesen Fällen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor.
Die Polizei Langenhagen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die Hundehalterin nach derzeitigem Kenntnisstand überaus besonnen und richtig verhalten hat. Hunde sollten grundsätzlich, und nicht nur zu bestimmten Zeiten, wie jetzt ab dem 01.04.2012, angeleint werden. Auch sollten Hundehalter stets ihre Hunde im Auge behalten und beobachten.
Zeugenhinweise nimmt das Polizeikommissariat Langenhagen entgegen, Telefon: (0511) 109 - 42 15.