Granate beim Pflügen entdeckt

Munitionsfacharbeiter Peter Radtke (links) und Sprengmeister Thomas Krause legten die Granate frei, bevor sie scharf gemacht wurde.Fotos: O. Krebs

Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengt Fund auf Feld in Krähenwinkel

Krähenwinkel (ok). Um 10.39 Uhr rumste es einmal kurz, dann war alles erledigt. Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) sprengten am Sonnabend eine deutsche Sprenggranate mit einem Kaliber von 8,8 Zentimetern per Fernzündung. Ein Krähenwinkeler Landwirt hatte sie am Freitagnachmittag auf einem Feld am Sportplatzweg beim Pflügen entdeckt, gleich die Polizei benachrichtigt. Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nahmen die Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg unter die Lupe, stellten fest, dass sie wegen eines Zeitzünders nicht vor Ort entschärft oder transportiert werden konnte. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst legte nach Auskunft von Polizeisprecher Manfred Pätzold einen Sicherheitsradius von 300 Metern fest; evakuiert werden musste allerdings nicht. Das Gebiet um Stucke-Mühlen-Weg und Sportplatzweg wurde ab 10 Uhr an sechs Punkten genauso wie die Nordbahn gesperrt; die Flugzeuge über die Südbahn gelotst. Rettungswagen und Notarzt standen für den Fall der Fälle, der glücklicherweise nicht eintrat, bereit; ein Polizeihubschrauber flog noch einmal eine Kontrollrunde, bevor gesprengt werden konnte. Die Sprengung verlief ohne Schäden, riss ein etwa zwei Meter tiefes Loch in den Boden. Es war übrigens nicht der erste Blindgänger der in dieser Ecke Langenhagens entdeckt worden war; die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst vermuten, dass hier eine Flakstellung gestanden hat.