Grauen auf dem Einödhof

Eine Szene aus "Tannöd" – am 19. Oktober in Langenhagen zu sehen.

19. Oktober: spannende Dramatisierung des Erfolgsromans „Tannöd“

Langenhagen. Mit einer preisgekrönten Inszenierung beginnt am Mittwoch, 19. Oktober, im Theatersaal Langenhagen an der Rathenaustraße die neue Spielzeit der populären Unterhaltungsreihe „Theater Boulevard“, die von der Konzertdirektion Landgraf exklusiv mit der Stadt Langenhagen veranstaltet wird: „Tannöd“ in der Bühnenfassung von Maya Fanke und Doris Happl mit Susanne Rögner, Karin Oehme, Constanze Passin, Stefanie Breselow, Gerd Beyer, Werner Koller, Peter Schmidt-Pavloff und Jörg Walter nach dem gleichnamigen Bestseller-Thriller von Andrea Maria Schenkel handelt von einem der rätselhaftesten Verbrechen der deutschen Kriminalgeschichte: Auf dem einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd wurde in der Nacht vom 31. März zum 1. April 1922 eine ganze Familie ausgelöscht, mit einer Hacke erschlagen – die verwitwete Mutter, ihre zwei kleinen Kinder, ihre Eltern und die erst am Mittag angekommene neue Magd. Erst vier Tage nach dem Mord wurden die Leichen, die der oder die Täter sorgsam mit Stroh zugedeckt hatte(n), entdeckt. Raubmorde waren es nicht, denn das Geld des reichen Alt-Bauern war noch da. Seitdem geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur. (Andrea Maria Schenkel hat in ihrem Debütroman „Tannöd“ diesen wahren Kriminalfall aufgegriffen. Bei dem bis heute unaufgeklärten Verbrechen auf dem Einödhof im bayerischen Hinterkaifeck wurde trotz wiederholter Festnahmen nie ein Täter gefunden. Die Akten wurden 1955 geschlossen, aber noch 1986 gab es Vernehmungen. Ausgerechnet die Aussage des Pfarrers, der den Täter vielleicht aus der Beichte kannte, fehlt in dem sonst vollständigen Aktenband. Die Autorin verlegt das Geschehen in die 50er Jahre, übernimmt wichtige Details und spielt mit erfundenen. Sie koppelt Schilderungen von Zeugen aneinander, wobei einer dieser Erzähler der Mörder sein muss.
Das Geheimnis eines auch nach Jahrzehnten nicht aufgeklärten wahren Kriminalfalls zieht von der ersten Sekunde an die Zuschauer in seinen mörderischen Bann. Bei der Uraufführung in Innsbruck wurde die Regisseurin und Co-Autorin der Bühnenfassung Maya Fanke enthusiastisch gefeiert.
Die Produktion des Euro-Studios Landgraf in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Fürth (Deutsche Erstaufführung) wurde im vergangenen Jahr mit dem ersten Preis der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (INTHEGA) ausgezeichnet.
Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Der Preis für die Einzelkarte liegt zwischen 13 und 25 Euro, zu erwerben sind Karten in der ECHO – Geschäftsstelle, Walsroder Straße 125, wo auch der Sitzplan ausliegt, und an der Abendkasse.