Große Visionen brauchen Ratsbeschluss

Entscheidungen zur Rathaus-Erweiterung stehen an

Langenhagen (gg). Mit einem großen Dauerauftrag beschäftigt sich das Planungsbüro Drees&Sommer aus Hannover im Auftrag der Stadtverwaltung: Planungsvarianten für die Erweiterung des Rathauses zwecks Unterbringung einer steigenden Mitarbeiter-Anzahl. Gerechnet wird für 435 Arbeitsplätze (sechs Fachbereiche), außen vor sind die Mitarbeiter des Betriebshofes, die der Kläranlage, der Kitas und Horte und der Stadtbibliothek. Auch der Fachbereich Jugend, untergebracht im Haus der Jugend, wird nicht betrachtet. Gut 10.000 Quadratmeter Nutzfläche sollen die Verwaltungsmitarbeiter zukünftig zur Verfügung haben, derzeit ist das durch die Büros im Rathaus plus angemietete Flächen (Frankenring und Schützenstraße) eingeschränkt gegeben. Da die vorhandenen Büroräume im Rathaus als schlecht klimatisiert empfunden werden, war die Notwendigkeit einer Sanierung bereits überprüft worden. Ein beauftragtes Planungsbüro hatte vor einigen Wochen die Ergebnisse präsentiert und Lösungen vorgeschlagen. Festgestellt wurden zudem relativ kleine Mängel wie dunkle Tee-Küchen oder alte Außen-Rollos. Da die Mietverträge für die Außenstellen in wenigen Jahren auslaufen, zeigte das Planungsbüro Drees&Sommer den Ratsmitgliedern in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungs-Ausschusses Optionen auf: Weiter im Bestand samt angemieteten Außenstellen, Rathaus-Erweiterung nördlich des Waggumer Hofes oder Neubau südlich des Handelshofes. Sehr detaillierte Zukunftsvisionen wurden ausführlich in der Sitzung erläutert. Unter dem Strich stellte Stadtbaurat Carsten Hettwer fest, dass das Kostenniveau unter allen Optionen (hohe zweistellige Millionenbeträge) nahezu gleich ist. Ein Neubau für die Unterbringung der Stadtbibliothek ist als Option auf dem früheren Grünwald-Grundstück aufgezeigt worden (Kostenumfang von zwölf Millionen). Erst in mehr als 25 Jahren sind Neubauten wirtschaftlicher als dauerhaft angemietete Varianten. So werden die Ratsmitglieder zur Baukultur entscheiden müssen: Wie soll ein repräsentatives Rathaus aussehen und in welcher Weise soll es das Zentrum prägen. Der Stadtrat betonte: „Diese Betrachtungen und die Fragestellung kommt angesichts der großen drängenden Aufgaben im Schulzentrum zur Unzeit, aber Weichenstellungen zwecks Wirtschaftlichkeit sind nötig.“