"Großer Wurf für Wohnungsbau"

Bündnis 90/Die Grünen – Die Unabhängigen und SPD legen Änderungsantrag vor

Langenhagen. Die Fraktionsspitzen von Bündnis 90/Die Grünen – Die Unabhängigen und SPD-Fraktion haben zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2030, kurz ISEK, einen gemeinsamen Änderungsantrag eingebracht. In diesem setzen beide Fraktionen einen Schwerpunkt auf das Thema Wohnungsbau.
Es sollen auf etwa 65 Hektar Wohnbauland und 1.700 Wohneinheiten geschaffen werden. Langfristig sollen sogar 2.050 Wohneinheiten bis ins Jahr 2035 gebaut werden können. Vier im Entwurf vorgesehene Gebiete sollen nicht bebaut werden, darunter „Schwarze Heide“ und „Weiherfeld Nord“. Beide Fraktionen wollen bei Neubauten den Anteil geförderten bzw. bezahlbaren Wohnungsbaus auf durchschnittlich 30 Prozent erhöhen.
Beide Fraktionen haben sich darauf verständigt, dass der Ausbau der Wohnflächen nur mit dem Ausbau der örtlichen Infrastruktur, wie etwa der Schule, der Kitabetreuung und der verkehrlichen Lage einhergehen kann.
Dirk Musfeldt, Fraktionsvorsitzender der Gruppe Grüne-Unabhängige: „Die Stadtentwicklung muss bedarfsgerecht sein und zugleich Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigen. Nach unserem Vorschlag wird fast ein Drittel weniger Fläche versiegelt, als von der Verwaltung vorgeschlagen.“
Marc Köhler, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, betont: „Die Wohnungsknappheit, vor allem von bezahlbaren Wohnungen, ist immer noch eine Herausforderung. Langenhagen muss seiner Verantwortung als soziale Stadt gerecht werden. Mit dem gemeinsamen Antrag präsentieren wir einen starken Lösungsansatz, indem wir den Anteil an bezahlbaren Wohnungen deutlich erhöhen“.
Wilhelm Behrens, Unabhängige: „Wir zeigen mit diesem Antrag die Handlungsfähigkeit des Rates und wünschen uns eine Zustimmung der anderen Mitglieder.“
Tim Julian Wook, Co-Vorsitzender der SPD in Langenhagen, zeigt sich erfreut vom gemeinsamen Antrag. „Damit gelingt uns ein großer Wurf in Sachen sozialer Wohnungsbau sowie in der überparteilichen Zusammenarbeit“.