Grüne Aussicht bald verbaut

Mit dem Neubaugebiet zwischen Dorfstraße und Krummer Kamp wachsen Engelbostel und Schulenburg zusammen und der grüne Keil schrumpft.

Protest gegen Erweiterung des Baugebietes Dorfstraße

Langenhagen (gg). Der Anliegerprotest gegen die Erweiterung des Baugebietes Dorfstraße/Krummer Kamp geht weiter. Nachdem in den Sitzungen der Ortsräte Schulenburg und Engelbostel der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 713 für Ärger sorgte, wurde dieser nun in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungs- und Umweltausschusses mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU beschlossen. Eine schnelle Absage erteilte Maren Brandt (Grüne) den Argumenten der Anlieger, die erneut darauf hinwiesen, bei dem Kauf ihrer Grundstücke von der Verwaltung getäuscht worden zu sein. Demnach hätten sie sich darauf verlassen, dass es keine Erweiterung des Baugebietes gibt und dass der relativ hohe Kaufpreis je Quadratmeter auf der Randlage samt grüner Aussicht basiert. „Wir sind mit der Planungsaufnahme einverstanden. Entschädigungen für Anwohner sind zu klären, falls es falsche Versprechen gab.“
Stadtbaurat Carsten Hettwer erklärte: „Ein Dorfrand kann immer Erweiterungsbereich sein. Die Aufklärungspflicht beim Verkauf kann nie alles erfassen. Der Käufer muss sich auch selber über die Lage eines Grundstückes klar werden.“ Dass die Flächen, die jetzt in der Erweiterung erfasst sind, der Stadt zur Verfügung stehen, habe sich erst im Verlauf des vergangenen Jahres abgezeichnet. Deutlich gegen die Erweiterung sprachen sich Mike Scheer (S-VG) und Jens Mommsen (BBL) aus.
Dem Vorwurf der Anlieger, „der Stadt geht es nur um das Geld, die Beteiligten machen ihren Job mehr nicht, aber uns geht es um die Lebensqualität“, entgegnete Hettwer: „Wir arbeiten an der Steigerung der Wohn- und Lebensqualität für ganz Langenhagen. Die Bürgermeinung wird in die Darstellung einfließen, die der Rat zur Abstimmung bekommt.“