Grüne fordern Radschutzstreifen

Fraktion bringt unkonventionellen Vorschlag ins Spiel

Langenhagen. Zur Diskussion über die Sicherheit für Radfahrende in der Hackethalstraße in Wiesenau hat die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen jetzt einen neuen Vorschlag beigesteuert. Auf der Ostseite der Fahrbahn soll ein Schutzstreifen für Radfahrende (mit durchbrochener Seitenlinie aufgebracht werden, der von der Heinrich-Heine-Straße im Süden bis zur Einmündung der Straße "An der Autobahn" im Norden reichen soll.
Ein solcher Schutzstreifen wird als Verkehrszeichen angeordnet. Da die Straßenverkehrsordnung dies in der vorhandenen Tempo-30-Zone nicht zulasse, schlagen die Grünen eine unkonventionelle Lösung vor Die Hackethalstraße soll aus der Tempo-30- Zone herausgenommen werden, die Zone würde dann jeweils in den angrenzenden Wohnstraßen beginnen. Wegen der Schule und des Verkehrs aus dem Gewerbegebiet muss jedoch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer für die
Hackethalstraße angeordnet werden.. Hintergrund des Vorschlages ist, dass ein Radweg ohne Beschilderung auf der Ostseite der Hackethalstraße in Kombination mit dem Fußweg bestanden hatte, in dessen Verlauf jedoch vor Kurzem Bäume und Bänke eingebaut worden waren. Mit Blick auf die Verkehrswende hat für uns die Sicherheit der
Radfahrenden auf der Straße Vorrang vor gemeinsamen Fuß und Radwegen.“ betont Wilhelm Zabel, Fraktionsvorsitzender der Grünen, der selbst begeisterter Radfahrer ist. „Dafür muss die vorhandene Verkehrsfläche auf der Straße zugunsten der Radfahrenden neu aufgeteilt werden. Ich fahre lieber zügig auf einem Schutzstreifen auf der Fahrbahn, als auf einem gemeinsamen Geh und Radweg in Schrittgeschwindigkeit. Die Stadtverwaltung hat den Auftrag erhalten, Maßnahmen vorzuschlagen, um die Sicherheit der
Radfahrenden auf der Hackethalstraße zu erhöhen, zumal dort Auto- und Laster-Verkehr oft die vorgeschriebene 30-Stundenkilometer-Geschwindigkeit überschreitet Die Lösung des Problems kann nur mit der Neuaufteilung der Fahrbahn herbeigeführt werden", erklärt Zabel. „Wenn die Verwaltung eine noch bessere Idee hat, werden wir diese selbstverständlich unterstützen.“ Möglich sei zusätzlich eine Färbung des Schutzstreifens in rot, blau oder grün wie sie in anderen Kommunen zum Schutz der Radfahrenden benutzt wird.