Grundfahrmanöver, Schleppen und Rettung

Theorie und Praxis auf dem Gewässer hielten sich die Waage.

Bootsgruppen übten gemeinsam den Ernstfall

Langenhagen. Jetzt haben die Mitglieder der Bootsgruppen der DLRG in Krähenwinkel und Langenhagen zum wiederholten Male einen gemeinsamen Ausbildungsdienst in Angriff genommen. Die Bootsgruppen sind gemeinsam für alle Gewässer im Stadtgebiet Langenhagen zuständig und unterstützen bei Bedarf die zuständigen Ortsfeuerwehren.
In diesem Jahr war erstmalig auch die Ortsfeuerwehr Isernhagen HB mit von der Partie. Die Isernhägener verfügen seit kurzem ebenfalls über ein Boot, welches nach intensiven Schulungen in nächster Zeit in den Einsatzdienst gestellt werden soll. Die Bootskomponenten der Stadtfeuerwehr Langenhagen haben bisher immer alleinig die Einsätze an den Baggerseen im Bereich Landwehrdamm, welches isernhägener Einsatzgebiet ist, abgearbeitet. Zukünftig ist hier ein Rendezvousverfahren vorgesehen, weil ein Boot im Einsatzfall für die Größe der Wasserfläche alleinig nicht ausreichend ist.
Geschult hat federführend der Bootsführer der DLRG Krähenwinkel, Björn Jüttner. Am Freitagabend wurde im Gerätehaus Krähenwinkel ein Unterricht mit Themen wie Ortskunde und Anfahrten zu den Langenhagener und Isernhägener Gewässern, Rechtsgrundlagen, Alarm- und Ausrückeordnung bei Einsätzen an Gewässern, Grundbegriffe in der Schifffahrt sowie Motorenkunde gegeben.
Am Sonnabendachmittag wurde die Praxis auf dem Wietzesee in Krähenwinkel geübt. Neben vielen Grundfahrmanövern etwa wie das Fahren von Kreisen und Achten wurden auch anspruchsvolle Manöver wie "Mann über Bord" und das Schleppen von Booten mit Motorschaden trainiert. Nach einer Kaffee- und Kuchenpause stand noch die Rettung von zwei Mitarbeitern auf dem Schwimmbagger an. Angenommen wurde, dass es auf dem Arbeitsgerät einen Arbeitsunfall gab, ein Mitarbeiter eine Beinverletzung und ein Anderer eine vermutetet Verletzung der Wirbelsäule davon getragen hat. Natürlich erfolgte die Rettung über den Wasserweg mit speziellen Transporthilfen für Verletzungen dieser Art.
Während der gesamten Praxisphase wurden an Land noch verschiedene Stationsausbildungen angeboten. Hier konnte sich unter anderem in der Knotenkunde, dem Umgang mit Rettungsgeräten für Wirbelsäulenverletzte sowie der Herzlungenwiederbelebung weitergebildet werden.