Gute Hirten für Kinder

Für die Kinder ist der Mittagstisch nur der Auftakt für den Spielnachmittag.

Diakonisches Projekt „Satt und Schlau“ braucht weiter Spenden

Godshorn (gg). In der Kirchengemeinde „Zum guten Hirten“ läuft seit Beginn des Schuljahres 2010 das Projekt „Satt und Schlau“, ein Betreuungsangebot für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. 20 Kinder kommen nach der Schule in den Gemeinderaum. Sie erhalten dort zwischen 13 und 16.30 Uhr Mittagessen, bekommen Hilfe für die Hausaufgaben und haben Raum zum Spielen, auch im Außenbereich. Der ist mit einer Tischtennisplatte, einem Sandkasten, einer Torwand, dem Basketballkorb und dem neuen Spielhäuschen aus Holz gut ausgestattet. Zusammen mit 15 ehrenamtlichen Helfern leitet die Sozialpädagogin Yvonne Lippel die Betreuung. In enger Absprache mit Andrea Kunkel, Leiterin der Grundschule, vergibt sie die Betreuungsplätze. „In der Gruppe sind Kinder mit unterschiedlichster Herkunft. 13 Kinder haben einen Migrationshintergrund, andere nicht, die Mischung gehört zum Konzept“, erklärt Lippel und weiter, „Viele Kinder haben sich ganz offensichtlich durch die Betreuung hier schulisch verbessert. Dafür sind die Eltern natürlich sehr dankbar.“ Pastor Falk Wook ergänzt: „Für ein solches Angebot gibt es einen großen Bedarf.“ Bereits im Jahr 2006 hatte Grundschullehrerin Sandra Trella bei Wook für ein solches Projekt geworben. Wook bemühte sich zwei Jahre später um die finanziellen Rahmenbedingungen. Die sind nun gegeben. Mit einer degressiven Förderung auf fünf Jahre und einem Betrag in Höhe von umgerechnet rund 10.000 Euro pro Jahr beteiligt sich die Landeskirche und leistet zusätzlich den Anschub für die Finanzierung eines Arbeitsplatzes für die Projektleitung. Rund 9.000 Euro pro Jahr erhält das Projekt als kommunale Hilfe und etwa 2.000 Euro pro Jahr steuert der Kirchenkreis bei. Das Kirchenkreisamt ist mit der Verwaltungshilfe dabei. Das Mittagessen für die Kinder wird von der Aktion Sonnenstrahl kostenlos, gegen Entgelt nur für die Anfahrt, geliefert. Der Elternbeitrag für die Betreuung der Kinder liegt bei einem Euro pro Tag.
„Das Projekt ist auf einem guten Weg ist, wir möchten das weiter bieten“, erklärt Wook mit Blick auf die Zukunft und hofft auf Spenden. Bisher sind nach seiner Auskunft pro Jahr etwa 4.000 Euro zusammengekommen. Sein Ausblick: „Wir sind auf die Spenden angewiesen, um das Projekt weiterführen zu können.“