Hallenbad Thema im Ortsrat Godshorn

Abriss muss europaweit ausgeschrieben werden

Godshorn (dl). Zwei Jahre ist es mittlerweile her, seitdem das Hallenfreibad in Godshorn geschlossen wurde. Dennoch beschäftigt das Thema die Einwohner von Godshorn nach wie vor. Wenn auch auf eher unerfreuliche Weise, denn das Bad erfährt derzeit ein unrühmliches und auch unverdientes Ende, genauer gesagt, es rottet vor sich hin. Grundstück und Gebäude einschließlich Parkplatz sind verwahrlost und machen einen mehr als trostlosen Eindruck. Vor diesem Hintergrund legte die Fraktion der Grünen im Ortsrat, vertreten durch Habibollah Eslami-Mirabadi einen Antrag an die Verwaltung der Stadt Langenhagen vor zur zeitnahen Erstellung eines Konzeptes zur Errichtung eines öffentlichen Bürger- und Sportparks in Godshorn an der Stelle des ehemaligen Hallenfreibades. Auch um weiteren Vandalismus auf dem Gelände zu verhindern. Dazu muss man wissen, dass der Rat der Stadt Langenhagen die Verwaltung am 24. Juni diesen Jahrs einstimmig beauftragt hat, ein Konzept zur Nachnutzung des ehemaligen Hallenfreibades zu erstellen, unter der Berücksichtigung des interfraktionellen Antrags des Godshorner Ortsrates. Daher stieß der Antrag der Grünen auf wenig Zustimmung im Gremium, denn einerseits sei es unklug, im Hinblick auf die zeitliche Nähe zur Beschlussfassung im Rat Druck auf die Politik auszuüben. Andererseits, weil der Abriss des Bades aufgrund der hohen Kosten nach EU-Recht in einem zeitaufwendigen Verfahren europaweit ausgeschrieben werden muss. Ein weiterer Antrag befasste sich mit der S-Bahn- Anbindung für Godshorn und die Kernstadt. Hier wird die Verwaltung aufgefordert, bei der Region Hannover als Träger des Nahverkehrs, darauf einzuwirken, ein Konzept zur Verbesserung der S-Bahn-Anbindung zu erstellen und umzusetzen. Dabei geht es um eine Verkürzung der Tatzeiten zwischen dem Hauptbahnhof Hannover und Langenhagen und um eine Anpassung der Bus-Anschlüsse zu den S-Bahnstationen Bahnhof Vinnhorst und Langenhagen Mitte. Der Beschluss dazu wurde im Ortsrat einstimmig gefasst, auch wenn die Realisierungschancen eher gering erscheinen. Des weiteren beschloss der Ortsrat einstimmig Anträge an die Verwaltung, im Rahmen des CO2-Ausgleichs und des 1000-Bäume-Pflanzprogramms sowohl Baumpflanzungen auf dem Godshorner Friedhof vorzunehmen als auch auf der Ausgleichsfläche Am Moore eine Streuobstwiese anzulegen. Geplant ist, die Bürgerinnen und Bürger in die Betreuung dieser Fläche einzubeziehen. Zu Anlässen wie Geburt eines Kindes, Geburtstagen, Jubiläen etc. sollen sie zudem nach Absprache einen Obstbaum pflanzen und die Patenschaft für diesen Baum übernehmen können.